Hallo, meine Tochter ist nun 2,5 Jahre alt. Nach langer Eingewöhnung geht sie nun halbtags in die Krippe. Meist möchte sie morgens lieber Zuhause bleiben, geht dann aber doch freudig in den Kiga, manchmal aber auch nur unter Weinen. Ist Phasenweise sehr unterschiedlich und auch Tagesformabhängig. Nun wird ein neuer Junge eingewöhnt, mit der nun abnehmenden Aufmerksamkeit der Erzieherinnen kommt sie nur schwer zurecht. Ich habe versucht es ihr zu erklären, aber ich schätze sie versteht es nicht wirklich. Weint dort nun vermehrt und versucht sich die Aufmerksamkeit zurück zu erobern. So zumindest mein Eindruck. Zuhause ist sie viel im Mittelpunkt, ist ein Einzelkind und wir spielen viel, singen, gehen spazieren usw. Ist es evtl. zuviel und sie kann deshalb so schlecht zurück stecken dort? Oder ist es eben eine Phase und sie braucht einfach Zeit um sich mit der neuen Situation abzufinden? Sie möchte auch hier immer dabei sein, mit helfen usw. Alleine spielen tut sie manchmal so für 20 min. Aber mehr ist nicht drin. Altersgemäß ist sie natürlich voll in der Autonomiephase und weiss genau was sie will und was nicht. So auch beim Essen. Da ist sie nicht sonderlich aufgeschlossen, haben sie eine Idee wie ich sie für unterschiedliche Speisen begeistern kann? Das Mittagessen im Kiga verweigert sie leider auch meistens komplett. Manchmal wird ein bisschen Reis/Nudeln probiert, aber auch Dinge die sie Zuhause isst, möchte sie dort nicht essen. Evtl weil Soße darauf ist, o.ä. ..
Guten Tag, insgesamt beschreiben Sie Ihre Tochter als gut entwickeltes Kind, das sich auch bereits recht gut auf den Kiga eingelassen hat. Kleine Änderungen im Tagesablauf können Kleinkinder noch verunsichern. So scheint es auch bei Ihrer Tochter seit der Aufnahme des neuen Kindes zu sein. Auf Dauer wird Ihre Tochter den Kiga sicher mehr wegen der anderen Kinder als wegen der Aufmerksamkeit der Erzieher/Innen schätzen. Sie können sie dabei unterstützen, indem sie die Kontakte zu anderen Kindern privat ausbauen und andere Kinder mit ihr treffen oder einladen. Bezüglich des Essverhaltens habe ich leider keine Idee für Sie. Mir ist es aber immer sehr wichtig darauf hinzuweisen, dass das Thema Essen nicht so einen hohen Stellenwert bekommt. Dann kann es sich von der Nahrungsaufnahme zu einem Machtmittel verändern. Hungrige Kinder bekommen bei uns genug Gutes zu essen. Wenn sie nicht essen wollen, ist der Hunger nicht groß genug. Alles Gute Ihnen Ingrid Henkes
Sie nimmt wohl auch die anderen Kinder der Gruppe eher als Rivalen um die Gunst der Erwachsenen wahr, als als Spielkameraden. Nur ein Junge, der ihr wohl sehr sympatisch ist, wird auch Mal zum Rutschen aufgefordert. Ansonsten interessieren Sie die andren Kinder nicht sonderlich. Zugucken ist bei Älteren meist interessant, Kleinere werden eher abgelehnt. Evtl. zu unberechenbar im Verhalten? Kommt das mit dem zusammen spielen später?
Das ist in dem Alter ein recht typisches Verhalten. Das Bedürfnis nach gemeinsamem Spiel ist individuell verschieden, wird sich aber mit der Zeit entwickeln. Sie merken jetzt schon, dass Ältere für Ihre Tochter interessant sind. Über dieses Interesse entwickelt sich das Bedürfnis nach Mittun.
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