Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, noch etwas: sie schreiben unten, man solle gerade ein scheues Kind nicht zu früh in den Kindergarten geben. Gerade heute ist es doch so, dass die Kinder immer früher in den Kindergarten gehen, teilweise mit der Begründung, dass ihnen dort mehr geboten wird als zu Hause (für mich sehr fragwürdig), dass sie dort selbständiger und kontaktfreudiger würden und dass die Kinder in vielen anderen Ländern ja noch früher gehen müssten und diese ja auch keinen Schaden davon tragen würden. Wir haben nun für uns (gemeinsam mit unserem Sohn), aus diversen Gründen ,beschlossen, ihn erst mit viereinhalb Jahren in den Kindergarten zu geben. Mit dieser Entscheidung kommt man sich aber fast als Außenseiter vor und unterliegt schon fast einem "Rechtfertigungszwang" vor anderen Müttern. Ich halte unsere Gründe für einen "verspäteten" Kindergartenbesuch eigentlich für stichhaltig, würde aber von ihnen gerne wissen (vielleicht sind meine Einschätzungen ja zu subjektiv, da ich nie im Kindergarten war) , welches Einstiegsalter, unabhängig von äußeren Gegebenheiten, sie als optimal ansehen (bitte nicht mit "Kommt auf's Kind an" antworten)und ob, und wenn ja, warum sie einen Kindergartenbesuch für unverzichtbar halten. Danke lg rascal
Mitglied inaktiv
Ja, man schickt seine Kinder heutzutage aus ökonomischen Gründen oder solchen, die mit der familiären Planung zu tun haben zu früh in die Kindergärten. Manchmal sogar schon in den Hort in kleine altersgemischte Gruppen. Ich will darüber nicht urteilen. manchmal geht`s gut, manchmal endet es in einer Katastrophe. Man soll sich aber nichts vormachen, unser Gesellschaft ist nicht gerade kinderfreundlich. D.h. auch, daß sich viele Eltern gezwungen sehen, ihr Kind früh "abzugeben". Ist ja eine hochaktuelle politische Diskussion. Was Sie selbst betrifft, kann ich Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen. Ich vermute wie Sie, zu früh ist nicht gut. Grundsätzlich sind aber Kindergärten wichtig. Sie ersetzen die Kindergruppen, die sich früher in dörfischen Gemeinschaften oder Stadtvierteln bildeten. Und daß Kinder zu Kindern streben, ist ein ganz natürliches Programm.
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