Michelle1105
Guten Tag, unser Sohn 2,5 Jahre geht seit Januar in die Krippe. Die Eingewöhnung hat fast 7 Wochen gedauert. Er beobachtet viel er spielt wenig und spricht laut Erzieherin auch wenig. Zuhause ist er alles andere als das. Er "bestimmt" er spricht ununterbrochen usw. Er mag generell neue Sachen nicht und spricht bei fremden Leuten so gut wie nichts (ich aber auch nicht). Es ist bislang nach 5 Monaten Krippe wohl noch so, dass er beobachtet un eher alleine spielt usw. und sich mit dem Sprechen zurückhält. Er geht aber gerne hin und will tageweise am liebsten auch nicht heim. Dafür ist er seit Kitabeginn Phasenweise un vorallem jetzt total aufgedreht zuhause oft wütend wenn er was nicht darf oder bekommt und jammert viel. Es kam jetzt auch schon mal vir, dass er sich vor Wut die Finger in den Mund gesteckt hat und seinen Kiefer nach unten reisst. Und wenn man ihm was verbietet, er sich ins Gesicht schlägt. Hinzu kommt aber, dass im April unser zweiter Sohn auf die Welt kam, womit er aber bislang keine Eifersucht oä gezeigt hat. Halten sie das Verhalten für normal? Ich mache mir Sorgen, dass er in der Kita zum Einzelgänger wird oder etwas mit seinem Verhalten nicht stimmt.
Guten Tag, das Verhalten Ihres Sohnes in der Kita ist nicht ungewöhnlich. In einer weniger vertrauten Umgebung ist er eher schüchtern. Möglicherweise übernimmt er da unbewusst Ihr Verhalten. In der Kita ist es Aufgabe der Erzieher/innen, Ihren Sohn zu motivieren, sich anderen Kindern oder der Gruppe mehr anzuschließen. Lassen Sie ihm Zeit, sich in seinem Tempo auf andere einzulassen. Im Laufe der weiteren Entwicklung wird sich diese Schüchternheit vermutlich legen. Mit zweieinhalb Jahren ist Ihr Sohn mitten in der Trotzphase. Die hat mit dem Kitabesuch nichts zu tun. In dieser Phase lernen Kinder ihren Willen kennen und wollen ihn erproben und durchsetzen. Das ist für Eltern oft anstrengend, für die psychische Entwicklung aber sehr wichtig. Kinder erfahren so, dass sie selber etwas bewirken können und dem Willen der Eltern etwas entgegenzusetzen haben. Dieses Erleben verhilft ihnen zu mehr Ablösung von den Eltern und größerer Autonomie. Einen Teil seiner Wut reagiert Ihr Sohn autoaggressiv ab, indem er sich selber schlägt o.ä.. Das können Sie kaum verhindern. In der Regel tun Kinder sich dabei auch nicht weh. Ihr Sohn ist verständlicherweise frustriert, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Er hat nun diese für ihn großartige Möglichkeit entdeckt und möchte, dass sie immer funktioniert. Wenn er dann auf Grenzen stößt, ist er frustriert. Frustrationstoleranz hat er noch nicht entwickeln können, d.h. er wird von seinem Ärger geradezu überrollt und ist ihm hilflos ausgeliefert. Trösten Sie Ihren Sohn dann und zeigen Sie ihm, dass Sie seinen Ärger verstehen. Das hilft Ihrem Sohn, sich mit seinen heftigen Gefühlen nicht alleingelassen zu fühlen. Unterstützen Sie ihn dabei, Frustrationen leichter ertragen zu können. Zeigen Sie ihm Alternativen auf, mit denen er die Versagung seines Willens besser akzeptieren kann. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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