Mitglied inaktiv
hallo dr. posth unsere tochter (2 jahre) geht seit einem halben jahr 2x/woche in die kita. die eingewöhnung war sehr sensibel. wir (ich und die betreuerinnen) haben uns sehr viel zeit genommen. unsere kleine ist abends nach der kita fröhlich und begeistert vom tag. sie erzählt dann auch vom spielen etc. fragt man sie unter der woche "möchtest du wieder zu den kinder spielen gehen" antwortet sie mit einem freudigen "ja!". manchmal möchte sie dann sofort los. aber trotzdem ist es am morgen beim abschied für sie scheinbar sehr schwer. sie muss weinen und ruft nach mir. meistens hört das nach kurzer zeit auf (oft höre ich bereits an der haupttüre, dass sie aufgehört hat zu weinen). auch die betreuerinnen sagen, sie beruhigt sich sehr schnell, sie habe spass und freude am tag. wie verhalte ich mich beim abschied am besten? kurz und schmerzvoll oder hinauszögern (was ja dem weinen nichts abtun würde). das andere: sie hat wieder eine ausgeprägte mami-phase. gehe ich in den oberen stock unseres hauses, ruft sie nach mir obwohl der papa bei ihr ist. nachts lässt sie sich nur von mir trösten (was mich nicht stört, aber unsicher macht. müsste sie sich nicht auch beim papi wohl fühlen? sie möchte auch papi keinen gute-nacht-kuss mehr geben. aber sie streichelt im die wange und möchte von "tschüss winken". wird das vergessen, müssen wir wieder runter. aber ein kuss ... nein danke. die zwei hatten keinen streit oder irgendwelche besondere vorkommnisse. ausser dass seine ferien zu ende sind und er viel arbeitet. ist die omi hier, ist alles okay. die omi wird auch mir vorgezogen. über diese beziehung freue ich mich sehr und betrachtet es als normal, dass ich dann total out bin. das ist schon okay oder? manchmal schleicht sich in mir das gefühl hoch, dass ich mir vielleicht zu wenig zeit für sie nehme, zu viel schimpfe und ähnliches und sie deshalb die omia mir vorzieht. aber eben: ich freue mich für unsere tochter, dass sie eine solch wunderbare beziehung zu ihrer oma hat. besten dank für ihre meinung
Hallo, die frühe Fremdbetreuung überfordert die Kleinkinder oft, und ihr Bemühen, sich die Situation anzupassen und niemand zu enttäuschen hinterläßt innere Spannungen (s.a. Stichwort Fremdbetreuung). Die Loslösungphase, die ja normalerweise den Vater in den Mittelpunkt rückt oder eine andere geeignete Person (hier z.B. spielt die Oma auch eine große Rolle), wird einer Irritation unterworfen. Das verschreckte Kind zieht sich in die primäre Bindung zurück und hängt der Mutter wieder am "Rockzipfel", wie am Anfang der Loslösung. Man nennt ein solches Verhalten in der Psychologie Regression. Die Regression ist die Chance zur Überwindung des Problems, man muß sie allerdings erkennen und verstehen. In Fall Ihrer Tochter heißt das, daß sie klar überfordert ist, trotz der behutsamen Einführung. Ist sie wirklich so behutsam? Sie schreiben, sie weint eigentlich immer beim Abschied?? Warum wohl? Die Erzieherinnen sind erfolgsorientiert und unterdrücken meistens ihre Wahrnehmung des kindlichen Abschiedsschmerzes. Spätere Trennungsnagst ist vorprogrammiert. Denken Sie darüber nach, ob es nicht noch viel zu früh ist für den Kindergarten. Viele Grüße
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