Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, vielleicht erinnern Sie sich noch - vor längerer Zeit hatte ich Sie gefragt zu der Trennung zwischen Tigran (*2. Mai 2003) und seinem Vater, zu der es gekommen wäre, wenn ich im Herbst wieder angefangen hätte zu studieren. Ihre Meinung und Ihre Texte, aber vor allem Tigran mit seinem Verhalten haben mich nun kräftig "bearbeitet"! Sodass wir zusammen bleiben, ich also mein Studium erst mal noch weiter aufschiebe und der Kinderladenplatz abgesagt worden ist. Als wir drei Wochen ohne meinen Mann in Deutschland waren, hat Tigran sich dann, nach anfänglicher großer Freude über das Wiedersehen, sehr distanziert, unwillig gegenüber ihm verhalten und auch so getan, als ob er ihn bzw. Russisch nicht mehr verstehen würde. Jetzt ist alles wieder wie früher, die beiden verstehen sich prächtig und mein Mann kann wieder alles mit ihm machen (spielen, schmusen, füttern, ins Bett bringen etc.). Und Tigran versteht "wieder" alles. Ich bin sehr froh über unserer Entscheidung. Andererseits habe ich aber auch Angst, dass vielleicht mit meinem Studium in Deutschland nichts mehr wird (es ist als Fernstudium nicht möglich und wo wir wohnen, gibt es diese Fächerkombination nicht). Ich kann mit Kind noch drei weitere Urlaubssemester nehmen, aber dann müsste ich weiterstudieren. Tigran wäre dann 2 Jahre 11 Monate alt. Würde er dann eine Trennung von seinem Vater besser verkraften, d.h. ihn trotzdem akzeptieren? Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Viele Grüße! Anna
Liebe Anna, ja, mit nahezu 3 jahren wäre Ihr Sohn in der Loslösung ein deutliches Stück weiter und hätte schon erheblich Selbstanteile erworben, an denen sein Vater repräsentativ beteiligt ist. Allerdings könnte er dann wenigstens am Anfang mehr unter der Trennung von seinem Vater leiden. Vielleicht könnte man hierauf ihn ein bißchen durch kurze "Probetrennungen" vorbereiten. Viele Grüße und viel Glück
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