Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, ich habe eine kurze Frage zum selbständigen Essen: mein Sohn, 2 1/3 Jahre will seit er ca. 1 Jahr alt ist, nicht mehr gefüttert werden. Das habe ich immer respektiert und ihm mit entsprechendem Fingerfood das Selbst-Essen möglich gemacht. Mit 1 1/2 Jahren hat er dann mal mit Gabel, mal mit den Händen gegessen... Die Stimmung bei Tisch ist bei uns eher locker, er wird nicht gegängelt, sondern darf machen! Wenn er das Besteck genommen hat, dann habe ich ihn aber schon gelobt und darauf verwiesen, daß wir das ja auch so machen. An diesem Eßverhalten hat sich aber bis heute nichts geändert!! Ich hoffte immer auf die Vorbildwirkung, die bei bitte/danke/Entschuldigung etc. auch schon richtig gut klappt. Er scheint auch überhaupt nicht aggressiv oder provozierend, sondern legt nur ruhig die Gabel wieder hin, wenn ich sie ihm hinhalte und genießt weiter hochzufrieden sein Essen. Da er so sehr wie Papa sein will, versuche ich ihn damit zu "kriegen"- klappt sonst gut- hier nicht. Auch der "große Junge" zieht nicht, will ich auch nicht überstrapazieren, sonst geht es nach "hinten los"... Ich merke schon, wie ich langsam ungeduldig werde, wenn er sich den Spinat mit der Faust in den Mund steckt! Muß ich noch "unbeteiligter" werden- schließlich muß er aber doch auch gesellschaftstauglich werden, oder? Herzlichen Dank und entschuldigen Sie den langen Text, mir geht das schon so lange im Kopf rum. Viele Grüße Hanna
Liebe Hanna, ein Kind dieses alters ißt normalerweise mit dem Löffel und noch nicht unbedingt mit der Gabel. Spinat läßt sich auch vielleichter mit dem Löffel essen. Zur Unterstützung des "Aufladens" von Speisen auf den Löffel gibt es sog. Schieberchen, so daß Kinder auf diese Weise recht erfolgreich eigenständig essen können. Vielleicht überfordern Sie Ihren Sohn unbewußt, und er wehrt sich dagegen. Auch sollten sie ihm den eigenen Erfolg als einziges Lob belassen. Ständiges Lob von außen erzeugt viel zu viel Druck. Viele Grüße
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