Hellahund
Sehr geehrter Dr. Posth, ihr Forum ist wirklich großartig, vielen Dank! Ich habe eine Frage bezüglich unserer zweieiigen Zwillinge, 4 Mo, 4 Wo zu früh, daher 2 Wo Frühchenstation mit 11h Besuchszeit. Seit Entlassung 24h Betreuung durch mich, mit Unterstützung durch den Vater abends und an den Wochenenden, sowie 1-2mal in der Woche stundenweise durch die Oma. Die Kinder werden viel getragen, nicht schreien gelassen u ich gebe mir alle Mühe ihnen viel Liebe u Geborgenheit zu vermitteln. Dennoch ist mir klar, dass ich nicht so viel Zeit für jeden aufwenden kann wie wenn ich nur ein Kind hätte. Geplant ist für das nächste Jahr 6 Monate Elternzeit meines Mannes parallel zu meiner. Was können wir noch tun um eine sichere Bindung aufzubauen u eine Bindungsverwirrung zu vermeiden? Mache mir oft Gedanken was in den ersten 2 Wochen in unserer Abwesenheit passiert ist und ob die zeitweise Trennung bleibenden Schaden verursacht hat. Grüße Hella
Hallo, man kann die Entstehung von Bindung nicht zeitlich quantifizieren. Zwar gehört eine Kontinuität in der Beziehung zu den Grundlagen der Bindung, aber Kontinuität heißt permanenter Umgang mit dem Säugling. sie bedeutet nur, immer verfügbar zu sein und immer zuverlässig und vor allem einfühlsam zu reagieren. Sicher ist es wichtig, dass gleich der Anfang der Beziehung stimmt, aber auch da ist nicht so sehr die miteinander verbrachte Zeit entscheidend als vielmehr die Qualität des Austauschs. Ich denke, da befinden Sie sich auf der sicheren Seite. Bindungsverwirrung kann entstehen, wenn zwei Personen parallel das gleiche mit dem Säugling tun, und dieser nicht unterscheiden kann, wer hauptsächlich die Bindung hält. Aber dadurch, dass die Mütter stillen und damit automatisch häufiger beruhigen und wahrscheinlich auch häufiger wickeln und später füttern, fällt ihnen fast immer der Hauptanteil der Entstehung von Bindung zu. Wichtig ist, dass möglichst der eine immer dieses Angebot macht und der andere dafür ein anderes. Viele Grüße
PS. danke für Ihr Lob.
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