Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Bindung TZ-Stelle

Frage: Bindung TZ-Stelle

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Sehr geehrt. Herr Dr. Posth, ab Okt. habe ich Mögl. TZ-Stelle, 12St/W. Sohn dann 1 J. Betr. dann 2x4 St. durch Oma (seit Geburt mehrm./W besucht), auch schon allein betr. für 1 bis 3 St. und 1x4St. durch meinen Mann. er kümmert sich liebev. um E. soweit dieser zulässt. Hängt mom. sehr an meinem Rockzipfel, nie allein schreien lassen (leider nach Geb. viel geschr. kaum beruhigen lassen), Einschlafbegl. möglichst viel Kuschelkont., Schlafen im Elternzi., zu Beginn viel gestillt, tlws. jede Stunde, nach 6,5 Mon. Wechsel zur Flasche (zuvor gehasst, dann pl. akzept.). Momentan tlws. fremdeln, Anhänglich, immer zu mir, lasse es immer zu, trotzdem nachts oft wach um zu prüfen ob ich da bin, sehr starker Wille, temperamentvoll!. Bei Angst Flucht zu mir. Ihre Einschätzung, Bindung gut genug? TZ-Stelle problematisch oder bei dieser Art von Betreuung i.O.?Sind ja auch nur 12 Stunden...Herzl. Dank!


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wenn die Beziehug zur Großmutter stabil und zuverlässig ist, die Großmutter also Ersatzbezugsperson ist, dann ist das eine gute Basis. Der Vater wird ja jetzt im 2. Lebensjahr sowieso die 2. Bindungsperson, da ist also stärkerer Kontakt ganz wichtig. Allerdings darf man das nicht erzwingen, denn die Loslösung kann sich nur langsam beim Kind entwickeln. Am Anfang steht jedenfalls erst einmal die Verunsicherung, die dann, wie Sie richtig bei Ihrem Sohn feststellen, zu einer verstärkten Anhänglichkeit (s. gezielter Suchlauf) führt. Aber das ist nur ein vorübergehendes Phänomen und dient der Entwicklung. Bis zum Oktober wird Ihr Sohn sicher auch noch Fortschritte gemacht haben. Die Teilzeitstelle können Sie also in Betracht ziehen. Viele Grüße.


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