Aghlp
Liebes Expertenteam Ausgangslage: - 2.5 jährigen Sohn - 2. Geburt, coronabedingt ohne Besuch vom erstgeborenen im Spital Ich habe meinen Sohn aber so gut es geht auf die Situation (Spitalaufenthalt, Corona) vorbereitet. Während meines Aufenthaltes konnte er mich nicht besuchen, jedoch konnte ich ihn kurz 2x draussen vor demSpital sehen. Ansonsten pro Tag 1-2x Videocall. Während meiner Abwesenheit wurde er von meinem Mann u meiner Mutter betreut. Nun ist es so, dass sich etwas an der Bindung verändert hat. Ich habe durch das zweite Baby nicht immer Zeit und habe das Gefühl, dass er viel verzichten muss. Mich verletzt es nun, dass er „Sprüche“, die er sonst nur mir sagte plötzlich meinem Mann sagt. Er klammert sich beispielsweise an die Beine meines Mannes u sagt: „Papa ist immer neben mir, Papa geht nicht weg.“ Das macht mich innerlich fertig. Ich habe ihm erklärt, dass ich nicht mehr ins Spital gehe u von nun an immer hier bin...aber er klammert sich trotzdem an den Vater. Das ist auch ok. Nur bin ich mir das nicht gewöhnt u frage mich, was ich noch tun kann, um ihm mehr Sicherheit zu geben? Oder wie ich das handeln soll, wenn ich beim Baby sein muss u ich mit meinem Sohn alleine bin?
Dr. med. Ludger Nohr
Hallo, es sieht so aus, als habe Ihr Sohn für die Situation eine (Not-)lösung gefunden, Sie aber noch nicht. Die Reaktion Ihres Sohnes ist verständlich und er kann die Trennung, auch wenn Sie das vorbereitet haben, nätürlich nicht wirklich einordnen. Da auch noch ein weiteres Kind Sie braucht, hält er sich mehr an den Vater, was eine sinnvolle Reaktion ist. Ich glaube, Sie brauchen Geduld und Akzeptanz dessen, dass Ihr Sohn sich auf diese Weise geholfen hat. Sie sollten Ihre Angebote an ihn machen, ihm Zeit und Zuwendung einräumen, so gut das möglich ist. Und Sie sollten respektieren, wenn er das ablehnt, sich abwendet usw.. Ihr Angebot sollte also nicht von seinen Reaktionen abhängig sein, er muß seinen Ärger über Sie ausdrücken dürfen. Trotz allem sind Sie natürlich die wichtigste Person für ihn und es ist schon schwer, Sie jetzt teilen zu müssen. Erlauben Sie ihm ruhig, auch Ihnen mal zu zeigen wie es ist, wenn man "zurückgesetzt" wird. Also, Sie brauchen Geduld, stabile Zuwendung und Anerkennung seines "selbstständigen" Verhaltens. Sie sind die, die sein Verhalten einordnen kann, er ist noch mehr auf der reaktiven Ebene. Dr.Ludger Nohr
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