Mitglied inaktiv
Hallo lieber Herr Dr. Posth! Meine Tochter Julia (9 Monate) und ich haben eine sehr innige Beziehung. Sie ist zwar auch andren gegenüber offen, läßt sich auch gern rumtragen aber lange hält sie es nicht aus und will zu mir. Sie ist sehr liebesbedürftig, liebt es mit mir zu kuscheln, beobachtet mich ständig. Und jetzt mein Problem: Kaum ist meine Schwiegermutter da interessiert sich meine Julia nicht mehr für mich, sie beachtet mich nicht mal ein bisschen. Da kann ich mich auf den Kopf stellen und nicht mal das beachtet sie. Das schmerzt ungeheuerlich, den das bin ich nicht gewohnt. Und ist immer so wenn Oma kommt!!! Ist das normal oder sieht sie ihre Oma als Mutterersatz? Vielen herzlichen Dank im Voraus Andrea & Julia
Liebe Andrea, was Sie spüren, ist das Problem mit der Ersatzbezugsperson. Einerseits ist diese willkommen, weil sie die Mutter entlastet, andererseits betrachtet man sie argwöhnisch, weil man die ganze Liebe seines Kindes für sich selbst beansprucht. Womit man nicht rechnet, ist die Sympathie, die auch schon ein Säugling und ein Kleinkind für eine eigentlich fremde Person entwickeln kann. Was aber immer zu bedenken ist, ist die Tatsache, daß kein Kind dafür taugt, ausschließlich Liebeswünsche seiner Eltern zu befriedigen. Jedes Kind ist auf Selbstbestimmung und Autonomie hin angelegt, und daher sucht es sich nach vollzogener Bindung eine andere Person, die es dafür "benutzt", sich aus der Enge der primären Bindung wieder zu lösen. Das muß jede Mutter zu ertragen in der Lage sein. Eine vom Kind gemochte Großmutter (Sympathie) setzt diesen Prozeß, der hauptsächlich über den Vater läuft, schon in Gang. Aber das sei zum Trost aller Mütter gesagt, in jeder kritischen Situaion kommt das Kind immer noch wieder zur Mutter gelaufen! Solche kritischen Situation entstehen übrigens häufig abends, morgens und v.a. auch in der Nacht. Da kann es dann wieder lästig sein, aber urteilen wir in diesem Moment gerecht? Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo "Auch"-Andrea :-) bei mir und meiner Tochter (jetzt 10 Monate) ist es ähnlich, wobei sie eher mäßig nähebedürftig ist, eher ständig auf "Achse" sein will. Trotzdem verstehe ich, was Du meinst, und bin da auch manchmal etwas verunsichert. Ich tröste mich damit, dass ich weiß, dass sie diese Kontaktfreude anderen gegenüber nur entwickelt, weil es ihr gutgeht und weil sie weiß, wer "hinter ihr steht". Vielleicht ist es doch die Bestimmung der "Mutter" selbstverständlich zu sein. Und wenn sie tatsächlich selbstverständlich ist, dann geht es dem Kind gut, und das wiederum ist wohl das, womit man sich manchmal begnügen muss ... Grüße Andrea
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