Nadine13
Guten Tag, unser Sohn (11 Monate) ist derzeit sehr anhänglich, d.h. wenn ich nur kurz aus dem Raum gehe, dann robbt er sofort hinter mir her oder wenn er mit uns im Raum ist, möchte er meist sofort auf den Arm genommen werden, wenn wir uns nicht direkt mit ihm beschäftigen. Das ist auf die Dauer sehr anstrengend bzw. ist es unmöglich ihm den ganzen Tag über (!), die volle Aufmerksamkeit zu geben. Nun lassen wir ihn manchmal weinen, wenn er wieder an unserem Bein "klebt" bzw. reden ruhig zu ihm, dass wir ihn jetzt nicht hochnehmen können. Auch setzen wir ihn manchmal in seinen Laufstall u. erledigen, was zu erledigen ist. Er weint natürlich meist aus Protest. Wie können wir uns hier richtig verhalten ? Kann sich durch o.g. Verhalten, trotzdem eine gute Bindung entwickeln ? Vielen Dank für Ihren Rat !
Hallo, das ist die Frage mit "wieviel Frustration kann ich meinem Kind zumuten, ohne das Urvertrauen und die Bindung zu gefährden?" Ich spreche da immer gerne vom "Nettoeffekt", denn eine ganz klare Antwort darauf gibt es nicht. Jedes Kind ist ein wenig anders geartet und was das eine Kind noch gut toleriert, ist für das andere schon zu viel. Der Nettoeffekt bedient sich des Bildes einen Kontos. Je mehr eingezahlt worden ist, desto mehr kann auch abgehoben werden, ohne dass ein Minussaldo entsteht. Einzahlen ist Liebe schenken, Zuwendung geben, Befriedigung von Bedürfnissen sichern und gemeinsam Vertrauen entwickeln, Abheben ist Verweigern eines Bedürfnisses, einen Fehler begehen und eine Frustration erzeugen, wobei die einzelnen Beträge auch gewissen Schweregraden entsprechen. Verständlich, dass das Kind mit einem hohen Plus- viel besser dran sind als mit einem geringen oder viel schlimmer einem Minussaldo. Das heißt, einen kleinen Fehler begehen und ein bisschen Frustration zu erzeugen ist im Leben nie zu vermeiden. Wer aber bei seinem Kind für ein hohes Pluskonto gesorgt hat, ist bezüglich unvermeidbarer Frustrationen auf der sicheren Seite. Viele Grüße
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