Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter 2. hat seit einer Woche große Trennungsängste vorm Einschlafen. Sie will wieder aus dem Bett herausgenommen werden, man soll bei ihr bleiben und die Zimmertüre darf nicht mehr geschlossen werden. Dazu ist zu bemerken, dass meine Tochter seit Geburt alleine schläft und die Zimmertür immer geschlossen war. Seit einem 1/2 Jahr schläft sie freiwillig (ohne Schreitraining oder ähnliches) alleine ein und durch. Sie verabschiedet sich mit einem fröhlichen "Gute Nacht". Ich bin mir unsicher woher die Ängste kommen. Wir haben sie noch nie schreien lassen, sind immer für sie da und sie hat sich sehr gut "gelöst". Alina wird in zwei Monaten für zwei Vormittage in eine Kindergruppe gehen. Letzte Woche hat die Eingewöhnung begonnen, bin aber die komplette Zeit bei ihr gewesen, dh noch ohne Abschied oder Trennung. Rührt es daher? Bekommt sie es mit? Oder ist es Entwicklungsbedingt - sie hinterfragt sehr viel (Straße, Auto, Tiere die beißen und ähnliches?). Danke Michaela
Liebe Michaela, trotz aller Bindungssicherheit und trotz aller Zuverlässigkeit der Eltern gibt es im Leben eines Kindes natürlich ständig neue Herausforderungen. Der Eintritt in eine Kinderspielgruppe ist eine solche Herausforderung. Aber auch die eigene geistige Expansion bringt solche Herausforderungen mit sich. Das Kind muß die Welt verstehen lernen und dazu kann es nur schrittweise vorgehen. Immer wieder kommen Konstellationen zustande, in denen das Wissen noch nicht aussreicht, um sie die Harmlosigkeit mancher Ereignisse zu erklären. Dafür braucht ein Kind das Gespräch mit seinen Eltern. Der Moment abends am Bett ist immer ein guter für solche Gespräche. Viele Grüße
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