Mitglied inaktiv
Hallo, mein Sohn(bald 3) hat eine extreme Angst gegenüber Tieren entwickelt. Sobald er ein Tier (Hund,Katze..) sieht, fängt er an zu weinen, will auf meinem Arm etc. Die Angst hat sich so gesteigert, das er sogar Angst vor Kindern hat, die z.B. eine Tiermaske aufhaben oder ein Tierkostüm tragen. So wollte er vor kurzem nicht mehr in den Kindergarten, da er sich dort vor einem Kind erschrocken hat, welches eine Tiermaske trug, er hatte noch tagelang Angst vor diesem Kind. Auch wenn Kinder geschminkt sind, z.B. einen Schmetterling im Gesicht ist er ängstlich. Ansonsten ist er eigentlich kein ängstliches Kind, er geht offen auf andere zu, geht vom ersten Tag an gerne in den Kindergarten, ist gerne mit anderen Kindern zusammen. Wie gehe ich mit der Angst meines Sohnes um? Ich schicke ihn z.B. Karneval nicht in den Kindergarten, da ich annehme das dies für ihn absoluter Streß wäre, ist es richtig solche angstauslösenden Situationen zu meiden? Vielen Dank im Vorraus für ihre Antwort!
Hallo, ob ein Kind ängstlich veranlagt ist oder nicht, erkennt meist schon im ersten Lebensjahr durch die Neigung stark zu fremdeln. Diese Kinder sind am Ende des 1. Lebensjahres dann auch sehr anhänglich und weinen schon, wenn die Mutter den Raum verlässt. Die Angst vor "Objekten", angefangen bei Gegenständen, die laute Geräusche machen bis hin zu Angst vor starkem Wind etc. gehört zur Entwicklungsangst und ist eigentlich Furcht. Diese Furcht besteht dann auch häufig vor Tieren und zwar ohne, dass das Kind konkret eine schlechte Erfahrung mit einem Tier gemacht haben muss. Zur Überwindung dieser Entwicklungsängste ist es ratsam, die eine Furcht auslösenden "Objekte" gerade nicht zu meiden, sondern zusammen mit seinem Kind und unter Beachtung der kindlichen Angstschwelle sie zu erkunden und auf ihre Harmlosigkeit zu untersuchen. Im gezielten Suchlauf gibt es viele Antworten zu diesem Thema unter "Angst" und "Angst als Veranlagung". Viele Grüße
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