Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Ludger Nohr:

Ab wann sind babys in der lage zu wissen das mama und papa wieder kommen ?

Frage: Ab wann sind babys in der lage zu wissen das mama und papa wieder kommen ?

Sarah96.

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Hallo mein sohn ist aktuell 3 Monate alt , wir wollen in mit knapp ein jahr an sein zimmer und bett gewöhnen. Ab wann haben Kinder die Fähigkeit erworben, zu wissen das mama und papa wieder kommen ? So das er dan keine probleme damit hätte ?! Lg :)


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Hallo, Sie sollten früh akzeptieren, dass Kinder nicht zu planen sind und man flexibel mit ihren Möglichkeiten und Grenzen umgehen muß. Es gibt Kinder, die problemlos früh alleine schlafen, aber es gibt mind. ebenso viele, denen Alleinsein in diesem Alter noch zu große Angst macht. Sie fragen nach der Objektkonstanz, also der Sicherheit, dass es die Eltern noch gibt, auch wenn sie nicht zu sehen sind. Das ist ein Prozess, kein Zeitpunkt, der im zweiten LJ immer stabiler wird. Das heißt aber nur, dass das Kind das wissen könnte und nicht, dass es das auch so erlebt. Das hat etwas mit Grundsicherheit und Vetrauen zu tun, was wiederum mit der Entwicklung der Bindung bis dahin zu tun hat (s.a. Text zur Bindung auf dieser Seite). Die Fähigkeit alleine reicht also nicht aus, die Vertrauensentwicklung muß auch zu ausreichendem Sicherheitsgefühl geführt haben, um diese Fähigkeit abrufen zu können. Deshalb ist es besser, wenn man sich keine festen Zeiten setzt, sondern Veränderungen von der kognitiven und emotionalen Entwicklung abhängig macht. Dr.Ludger Nohr


Curcuma

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Hallo, Dr. Nohr hat vor einiger Zeit mal sehr schön kompakt zusammengefasst: „Kinder müssen nicht alleine schlafen wollen und es gibt kein Alter, an dem sie das können müssen (das ist bei uns aus praktischen, nicht inhaltlichen Gründen so früh gewünscht).“ Zu diesem Thema lese ich von den Experten die einhellige Meinung, dass es für die Bindung wichtig ist und den Kindern sehr gut tut, weiter bei den Eltern schlafen zu können. Das muss ja nicht unbedingt im selben Bett sein, wenn man da Bedenken hat; es gibt ja auch Lösungen wie Beistellbetten. Es hat zudem den massiven Vorteil, dass Ihr später nicht ständig nachts raus müsst, um das weinende Kind zu trösten, sondern einfach automatisch eine Hand rüberreicht, wenn es unruhig wird. Alle Parteien bleiben so im Halbschlaf und die Nächte sind definitiv ruhiger und entspannter dadurch. Ihr braucht auch keine Bedenken haben, dass Ihr ihn irgendwann „nicht mehr raus bekommt“ - Kinder werden selbstständiger, und es kommt die Zeit, da er von selber rauswill (irgendwo zwischen 2 und 4 Jahren). Unser Sohn ist gute zwei Jahre alt, und er schläft bei uns meist im Bett, manchmal im Beistellbett. Ich hätte es mir vorher gar nicht so vorstellen können, aber es ist, obwohl jetzt enger, sehr schön und beruhigend, ihn neben mir liegen zu haben. Vielleicht überlegt Ihr es Euch ja noch mal, ob die frühe Ausquartierung wirklich notwendig ist. Wenn Du für (allgemeine) Buchtipps empfänglich bist, um mehr über die Bedürfnisse von Kindern zu erfahren, kann ich Dir Nicola Schmidt empfehlen, z. B. „artgerecht“ oder „Der Elternkompass“. Viele Grüße!


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