Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

9 Wochen Trennung von Kind durch Klinikaufenthalt

Frage: 9 Wochen Trennung von Kind durch Klinikaufenthalt

FranziskaSi

Beitrag melden

Hallo, als mein Sohn 6 Monate als war mußte ich aufgrund einer postpartalen Depression in eine Klinik. Die Mutter Kind Station war aufgrund von Corona geschlossen. Den Kleinen habe ich dann ab und an bei einem Spaziergang gesehen. Heute sagt er Mama zu mir, verhält sich normal mir ggü. Wenn er sich mal weh getan hat will er eher zu meinem Mann. Großeltern und Papa haben diese Zeit unfassbar gut aufgefangen. Ich glaube der Kleine hat ein gutes Urvertrauen. Ich mache mir immer noch Vorwürfe. Vielleicht haben Sie auch noch Tipps wie ich die Bindung zu ihm noch vertiefen kann bzw "aufholen" kann, wenn das überhaupt geht. Liebe Grüße Franziska


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

Beitrag melden

Guten Tag, die Bindung zwischen Ihrem Sohn und Ihnen wird sich von alleine vertiefen, da Sie jetzt miteinander in guter Beziehung sein können. Da brauchen Sie nichts nachzuholen. Selbstvorwürfe sind da auch ein schlechter Ratgeber. Die erste Zeit war vermutlich für Sie alle sehr schwierig. Das ließ sich aber damals nicht ändern, weil Sie krank waren. Machen Sie sich bitte klar, dass der jetzige gute Kontakt zu Ihrem Sohn erst möglich geworden ist, weil Sie in der Klinik Hilfe bekommen haben. Auch wenn Sie in dieser Zeit Ihrem Sohn nicht zur Verfügung stehen konnten, war die Trennung doch notwendig, damit Sie wieder gesund werden konnten. Es ist doch sehr beruhigend zu wissen, dass Ihr Mann und die Großeltern Ihre Abwesenheit für Ihren Sohn möglichst gut ausgeglichen haben und er Urvertrauen entwickeln konnte. Akzeptieren Sie möglichst, dass Ihr Sohn derzeit noch eine besonders enge Bindung an den Vater hat. Bald wird er zu Ihnen beiden eine enge Beziehung entwickelt haben. Auch wenn Sie Ihren Sohn nicht von Anfang so gut versorgen konnten, wie Sie sich das sicher gewünscht haben, vergessen Sie bitte nicht, dass es später doch noch gut werden konnte. Das ist auch für Ihren Sohn eine wichtige Erfahrung. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, mein Sohn ist ein absolutes Tragebaby und generell sehr Mama bezogen. Auch nachts schläft er nur auf meinem Bauch oder mit Köperkontakt zu mir. Der Papa hatte ihn von Beginn an immer wieder in der Trage allerdings selten. Anfang Dezember musste ich ungeplant für 1 Woche ins Krankenhaus, er war da gut 4 Monate alt. Ich konnte ihn nicht mitne ...

Auf Grund einer schweren Erkrankung werde ich vier Wochen von meinen Kindern (6 Monate und 4 Jahre) getrennt sein müssen. Ich erhalte eine Leukämie Behandlung und meine Kindern werden mich wegen Isolation nicht besuchen können. Omas und Papa werden sich kümmern. Mama ist aber Mama. Der Große ist 4 aber total auf mich fixiert. Wir waren noch nie l ...

Sehr geehrte Frau Henkes,  Danke für Ihre so fundierte Arbeit hier! Die Situation: ich werde für 4 Wochen von meinem dann 8-9 Monate altem Kind räumlich getrennt sein müssen. Dieser Umstand ist leider alternativlos und zu meinem größten Bedauern unumgänglich.  Das Kind ist eng an den Papa gebunden (Aufsteh- und Bettgehritual, Flasche gebe ...

Hallo :)  Die Frage bezieht sich auf unser 4. Kind (im August 25 2 Jahre). Seit März geht sie in die Krippe. Davor war Fremdbetreuung durch Großeltern nur bedingt möglich.  Es musste immer eines der Geschwister dabei sein. Bei Papa ist es kein Problem.  Seit März geht sie in die Krippe. Eingewöhnung lief schleppend aber mit Erfolg.  Hatten dann ...

Sehr geehrte Frau Henkes, ich habe Fragen zu meinem Sohn (2,5 Jahre), ob er die Trennung vom Kindsvater (KV) und den Umzug gut verkraftet hat. Als wir noch zusammengewohont hatten, war der KV eher ein passiver Mitbewohner, der sich kaum um unseren Sohn gekümmert hat. Ich hatte 99,9 % aller Aufgaben übernommen, die unser Kind betrafen. Der KV ...

Sehr geehrte Frau Henkes, unsere Tochter (2 Jahre 2 Monate alt) war an ihrem ersten Kita-Tag am 15.9. Feuer und Flamme. Auch am zweiten Tag spielte sie mit Freude und ließ sich auf die Erzieherinnen ein. Das neue, skandinavische Eingewöhnungsmodell, das dieses Jahr erstmalig in der Kita getestet wird, sah vor, dass ich die ersten beiden Tage im ...

Guten Tag Frau Henkes, meine Tochter ist 2 Jahre 3 Monate alt. Ich habe eine Hochzeitseinladung einer guten Freundin bekommen für nächsten März. Die Hochzeit wäre allerdings im Ausland und würde  sehr lange Langstreckenflüge involvieren. Die Reise würde (inklusive Reisezeit) etwa 7 Tage dauern. Einer so anstrengenden Reise will ich meine Tochte ...

Liebe Frau Hemkes, Vielen Dank für die Möglichkeit, hier Fragen zu stellen und für die tolle Unterstützung. Mein Sohn ist 5,5 Jahre alt und geht in die Kita seit seinem 18 Lebensmonat. Wenn er unter Fremden ist, ist er in der Regel total entspannt, lacht, spielt, ist hilfsbereit. Die Erzieherinnen sagen zu mir, dass er sehr pflegeleicht i ...

Guten Tag Frau Henkes, in ein paar Monaten möchte ich gerne einen einwöchigen Kurs besuchen der mir wichtig ist. In dieser Zeit bin ich nicht zu Hause. Mein Sohn ist dann 2,5 Jahre alt. Mein Mann und mein 10 Jähriger Sohn (an dem er sehr hängt) sind natürlich da und in den Kindergarten geht mein Kleiner dann auch. Dennoch mache ich mir Sorge ...

Guten Tag, ich habe eine Frage zu meiner 6 jährigen Tochter. Seit ca. 3 Monaten hat sie Probleme sich morgens im Kindergarten von mir zu trennen. Anfangs war sie nur etwas schüchtern, hat noch ein paar Umarmungen extra benötigt und ist rein. Dann hat sie einige Male richtig geweint und gesagt sie möchte nicht von mir weg. Momentan ist es ein verha ...