Sylvia Ubbens

Was mache ich falsch ? Oder sind das Verlustängste?

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau ubbens,

ich bin tatsächlich langsam am Ende meines Lateins :( mein Sohn 2 Jahre hatte vor 3 Wochen den Eingewöhnungsversuch in einem waldkindergarten in unserem Ort . Der Anfang lief gut und eine Trennung von 10 min versuchten wir am dritten Tag. Lief einigermaßen ok! Die Trennungen danach waren leider katastrophal und er schrie, egal ob 15 min oder 30 min am Stück durch und hatte wahnsinnige Angst und ließ sich nicht beruhigen... daraufhin haben wir quasi die Woche drauf einen Neustart gemacht und keine Trennung mehr vollzogen um zu sehen ob er sich von mir trennt und spielt. Leider waren die nächsten zwei Wochen wirklich nicht besser . Er ging kein Stück mehr von mir weg weinte viel und hatte keinerlei Interesse mit den Erzieherinnen in Interaktion zu gehen . Mit den Kindern so ab und an aber auch nicht wirklich . Ich muss dazu sagen das er vorher viel mit Kindern spielte , gerne und viel , gern geteilt hat usw . Aber das schlimmste ist ,das er nun zu Hause wie ausgewechselt ist , ich darf nirgendwo mehr hin ohne ihn , nicht mal auf die Toilette . Er sagt zu allem Personen in seinem Umfeld (Familie; Papa ,Oma , Opa , Onkel , Tante ) die ihm durchaus vertraut sind und die er vor dem Kindergarten sehr gemocht hat , sogar problemlos dort übernachtet hat : Oma nein ! Papa nein ! Aber dies tut er nur sobald ich da bin oder den Raum betrete. Ich habe das Gefühl das es sehr sehr viel mit mir zu tun hat! Ich weiß einfach nicht was ich anders machen soll.... ich bin natürlich viel mit ihm zusammen gewesen die ersten zwei Jahre habe viel mit ihm gespielt und unternommen . Aber so ein Verhalten kenne ich von ihm nicht ! Auch das er nach mir haut , zwar noch nicht ganz so schlimm aber trotzdem , mit anderen Kindern spielt er nur noch bedingt , nur mit den ganz vertrauten . Wir haben den Kindergarten nun um ein halbes Jahr verschoben und beginnen im Mai wieder mit der Eingewöhnung . Villt war es alles zu früh. Kann es wirklich sein , dass der Kindergarten die schlechte Eingewöhnung solch eine Änderung in ihm auslösen konnte? Oder gibt es tatsächlich eine andere Problematik die ich nicht erkenne ? Vorher war eine Trennung von mir kein Problem auch wenn er schon immer ein starkes Mamakind war . Ich bin dankbar über Erfahrungen oder tips ! Lieben Dank

von Pimu123 am 30.09.2019, 20:49 Uhr

 

Antwort auf:

Was mache ich falsch ? Oder sind das Verlustängste?

Liebe Pimu123,

Sie sind den richtigen Weg gegangen und haben die Eingewöhnung abgebrochen. Nach einem Trennungsversuch mit langem Weinen hätte bestenfalls schon ein Schritt zurückgegangen werden müssen und Sie wären für die nächsten Tage im Kindergarten dabei geblieben, ohne Trennungsversuch.

Haben Sie die nächsten Wochen Geduld und erklären Ihrem Sohn bei Raumwechsel, dass Sie nun in die Küche, auf die Toilette etc. gehen. So kann er entscheiden, ob er mit möchte oder weiterhin dort spielt, wo er sich gerade aufhält. Alleinige Besuche bei den Großeltern etc. sollten erst einmal nicht eingeplant werden.
Ihr Sohn wird auch wieder mit anderen Kindern spielen. Er braucht nur ein wenig Zeit, um die Trennungen im Kindergarten zu verarbeiten.

Sehen Sie es als ganz normal an, dass er bei Ihnen sein möchte und motivieren ihn nicht, bei jemand anderem zu bleiben. Dies schließt natürlich nicht aus, dass Sie nicht auch mal ohne Ihren Sohn weggehen dürfen. "Papa spielt mit dir und ich gehe einkaufen." Kurze Ansagen und zügiges Handeln, damit er sich nicht schon in die Situation reinsteigern kann, bevor Sie weg sind, sind hilfreich.

Ohne Druck wird Ihr sich sich in ein paar Wochen, vielleicht auch schon in ein paar Tagen, wieder von Ihnen lösen. Er entscheidet, wann er soweit ist.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 03.10.2019

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