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Die Brust in der Schwangerschaft

Die Brust in der Schwangerschaft

Während Ihr Baby in Ihrem Bauch heranwächst, bereitet sich Ihre Brust bereits auf die Stillzeit vor. Die in der Schwangerschaft freigesetzten Hormone sorgen dafür, dass die Brust sich tatsächlich noch einmal ein Stück weiter entwickelt:

Jetzt erst wachsen Milchbläschen (Alveolen) und Milchgänge zu funktionstüchtigem Drüsengewebe heran, das späten das Stillen erst ermöglichen wird.

Viele werdende Mütter bemerken bald, dass sich ihre Brust verändert. Sie wird größer, die Warzenhöfe können dunkler werden und die Venen deutlicher hervortreten.
Tipp: Auch wenn Sie sonst keinen BH tragen, ist es sinnvoll jetzt einen anzuziehen, um die größer werdende Brust zu stützen. Das schont Haut und Bindegewebe.

In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kommt das Milchbildungshormon (Prolaktin) ins Spiel. Es sorgt dafür, dass sich in den Alveolen Milch bildet. Bei manchen Frauen tritt ab und zu bereits ein Tropfen Milch aus. Keine Sorge, wenn das bei Ihnen nicht der Fall ist: Ob in der Schwangerschaft Milch austritt oder nicht, hat keinen Einfluss auf die künftige Milchbildung. Auch die Größe der Brust ist fürs erfolgreiche Stillen unwichtig.

Auf das Stillen vorbereiten?

In der Schwangerschaft ist die Brust eher (noch) empfindsamer als sonst. Längst sind daher Tipps zum "Abhärten" der Brustwarzen durch Bürsten etc. völlig out. Normalerweise sind keine großen körperlichen Vorbereitungen auf das Stillen nötig. Es tut den Brustwarzen jedoch gut, wenn sie pfleglich behandelt werden. Ersparen Sie ihnen das Einseifen, das die Haut austrocknet. Falls Jahreszeit und Wohnung es erlauben: Wohltuend sind regelmäßige Kurz-Sonnenbäder "oben ohne" (ein paar Minuten genügen).

Und was ist bei Hohl- oder Flachwarzen?

Sind die Warzen sehr flach oder nach innen gestülpt, kann das Baby sie später nicht richtig fassen. Daher ist in diesem Fall tatsächlich eine wenig Vorbereitung aufs Stillen nötig. Wenn Sie vermuten oder sicher sind dass Sie Flach- bzw. Hohlwarzen haben (mitunter ist nur eine Brust betroffen), wenden Sie sich am besten schon früh an eine erfahrene Hebamme oder Stillberaterin. Die kann ihnen sagen, welche Methode sich für Sie am besten eignet, um die Brustwarzen in den kommenden Monaten besser auszuformen.

Zuletzt überarbeitet: Juni 2015

   

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