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An sich ist das Stillen ein von der Natur bestens gesteuerter Vorgang. Sie und ihr Baby wissen im Grunde, was Sie zu tun haben. Allerdings leben wir heute ganz anders als unsere Vorgängerinnen: Die erlebten ständig, wie Mütter ihr Baby stillten.

So waren sie ein gutes Stück weit mit dem Stillen vertraut, wenn sie selbst erstmals Mutter wurden. Und immer von Expertinnen umgeben, falls sie Hilfe brauchten.

Heute haben viele Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, noch nie oder nur selten gesehen, wie ein Baby gestillt wird. Dazu kommt, dass die werdenden Großmütter häufig kaum Tipps geben können. Oft haben sie selbst nicht oder nur sehr kurz gestillt - und dann meistens nach dem früher empfohlenen strikten Mahlzeitenplan.

Sie brauchen gewiss keinen "Still-Führerschein". Es tut jedoch gut, sich vorab mit einigen Fakten vertraut zu machen. Zum Beispiel mit dem Kreislauf der Milchbildung und dem Spiel von Angebot und Nachfrage. Oder mit den Tipps fürs richtige Anlegen.

Blättern Sie ruhig mal in einem Stillbuch. Wenn Sie spezielle Fragen haben, können Sie auch die Hebamme oder Geburtsvorbereiterin ansprechen, bei der Sie im Vorbereitungskurs sind. Manche Familien- und Hebammenzentren sowie Kliniken bieten auch Still-Vorbereitungstreffen an. Wissen macht selbstbewusst und beruhigt - eine gute Voraussetzung für einen schönen Start in die Stillzeit!

Tipp: Falls Sie die Auswahl zwischen mehreren Geburtskliniken haben, fragen Sie doch auch nach, wie dort jeweils das Stillen unterstützt wird. Es ist zum Beispiel günstig, wenn Sie Ihr Baby rund um die Uhr bei sich haben und beliebig anlegen können. Auch sollte ein ruhiger, gemütlicher Raum vorhanden sein, der für stillende Mütter reserviert ist. Es lohnt sich übrigens, mal zu fragen, wie das Stillen nach einem Kaiserschnitt gefördert wird.

Es gibt übrigens inzwischen eine ganze Reihe von Kliniken, die sich der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" angeschlossen haben. Diese Krankenhäuser haben sich verpflichtet, das Stillen gemäß den von WHO/UNICEF empfohlenen Regeln besonders zu unterstützen.

Zuletzt überarbeitet: Juni 2015

   

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