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Auswirkungen auf weitere Schwangerschaften

Auswirkungen auf weitere Schwangerschaften

Früher galt normalerweise die Regel: Einmal Kaiserschnitt - immer Kaiserschnitt.

Inzwischen ist diese Weisheit zum Glück überholt.

Ein Kaiserschnitt ist heutzutage keine automatische Indikation für einen weiteren. Die Wahrscheinlichkeit, dass es beim nächsten Mal auf natürlichem Wege klappt, liegt bei etwa 70 bis 75 Prozent - immer vorausgesetzt, der Grund für den ersten Kaiserschnitt liegt nicht wieder vor und es kommen keine weiteren Risiken wie Übergewicht oder Diabetes hinzu. Die Mediziner bezeichnen eine vaginale Geburt nach vorangegangenem Kaiserschnitt übrigens mit dem etwas eigenwilligen Kürzel "VBAC" (für engl. Vaginal Birth after Cesarian Section).

Mögliche Komplikationen für weitere Schwangerschaften

Die Kaiserschnittnaht hinterlässt auch eine Narbe am Inneren der Gebärmutter. Dadurch kommt es öfter vor, dass sich die Eizelle "ungünstig" einnistet und die Plazenta vor dem Muttermund liegt (Plazenta praevia). Auch die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Plazentaablösung ist nach vorangegangenem Kaiserschnitt erhöht. Zusätzlich besteht eine geringe Gefahr, dass die Gebärmutter durch die starke Dehnung während der Schwangerschaft reißen könnte (Uterusruptur), vor allem, wenn das nächste Baby schon sehr bald nach dem Kaiserschnitt unterwegs ist. Deshalb sollten Sie Ihrem Körper eine Erholungspause gönnen.

Wie lange warten?

Ärzte empfehlen generell, nach einer Kaiserschnitt-Geburt mindestens 1 Jahr bis zur nächsten Schwangerschaft zu warten. In dieser Zeit ist die Narbe gut verheilt und die Gefahr einer Uterusruptur wird verringert.

Mögliche Komplikationen bei weiteren Geburten

Bei vorangegangenem Kaiserschnitt liegt die Gefahr einer Uterusruptur bei etwa 1 zu 200. Aus diesem Grund sollte eine vaginale Entbindung nach Kaiserschnitt auch grundsätzlich nur in einer Klinik erfolgen, wo die Ärzte notfalls sofort eingreifen können. Falls die Geburt allerdings nicht von selber losgeht und eingeleitet werden muss, ist ein weiterer Kaiserschnitt ratsam. Durch die wehenverstärkenden Mittel steigt das Risiko eines Risses nochmal um das 3- bis 4fache. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit mit jeder weiteren Schnittgeburt an, so dass viele Ärzte bereits nach dem zweiten Kaiserschnitt nicht mehr zur Spontangeburt raten. Wenn Sie eine vaginale Geburt anstreben, sollten Sie das unbedingt schon im Vorfeld mit den Ärzten besprechen und sich im Zweifelsfall nach einer Klinik umsehen, die Ihrem Wunsch offen gegenüber steht.

Wie oft ist ein Kaiserschnitt möglich?

Eine häufige Frage von Frauen, die sich eine große Familie wünschen, ist: wie oft kann man denn eigentlich einen Kaiserschnitt durchführen? Im Normalfall sind drei oder vier Kaiserschnitte ohne Probleme möglich. Es ist auch schon vorgekommen, dass Frauen fünf oder sechs Kaiserschnittgeburten hatten. Das ist aber natürlich ohnehin eher die Ausnahme. Nach mehreren Kaiserschnittgeburten ist es aber sicher besser, im Vorfeld mit Ihrem Frauenarzt über Ihren weiteren Kinderwunsch zu sprechen.

Wirkt sich ein Kaiserschnitt auf die Fruchtbarkeit aus?

Viele Frauen haben Bedenken, ob sie nach einem Kaiserschnitt genauso schnell wieder schwanger werden wie nach einer natürlichen Geburt. Grundsätzlich beeinträchtigt ein Kaiserschnitt die Fruchtbarkeit nicht, wie sicher zahlreiche Frauen mit zwei oder mehr Kindern bestätigen werden. Oft nimmt sich der Körper aber einfach eine etwas längere Erholungsphase. Auch die Psyche braucht etwas Zeit, den Schock, den eine ungeplante OP verursachen kann, zu verarbeiten. In sehr seltenen Fällen kann es durch Verwachsungen der Operationsnarbe zu Durchblutungsstörungen oder Verschließung des Eileiters kommen. Im Normalfall ist damit aber nicht zu rechnen.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: August 2016

   

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