Serologische
Untersuchungen
Serologische Untersuchungen sind
Blutuntersuchungen. Hier finden Sie Ihre Blutgruppe (AB0-System), den Rhesusfaktor und
einen Suchtest nach Antikörpern. Die Untersuchungen geben Auskunft, ob es durch
unterschiedliche Blutgruppen von Mutter und Vater zu Unverträglichkeiten für das Kind
kommen kann.
Der Röteln-HAH-Test zeigt Ihnen, ob Sie einen ausreichenden Schutz vor einer möglichen
Röteln-Infektion haben.
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Blutgruppenzugehörigkeit
Hier finden Sie Blutgruppe (AB0-System) der Mutter.
Sie kann A, B, AB oder 0 sein.
Unverträglichkeiten im AB0-System kommen eigentlich nicht vor.
Diese Blutgruppe ist hauptsächlich für Notfälle wichtig.
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Rhesusfaktor
Der Rhesusfaktor der Mutter kann Rh pos. oder Rhesus neg. sein.
Bei Rh pos. (Rhesus positiv) kann keine Unverträglichkeit entstehen.
Bei Rh neg. (Rhesus negativ) kann es zu einer Sensibilisierung kommen.
Durch die Rhesusprophylaxe stellt dies kaum ein Problem dar.
Wo liegt das Problem?
Bei Blutungen in der Schwangerschaft, Fehlgeburten und Geburt können
rote Blutkörperchen des Kindes in die Blutbahn der Mutter gelangen.
Ist die Blutgruppe des Kindes Rh pos. (D+) und die Blutgruppe der
Mutter rh neg. (D-) bildet die Mutter Antikörper gegen das Rh-positive
Blut. Das Rhesusfaktor-D-Antigen ist die häufigste Art der
Rh-Inkompatibilität. Es gibt daneben noch weitere Rhesusfaktoren
(C/c, E/e), die aber seltener zu einer Sensibilisierung führen.
Bei der bestehenden Schwangerschaft ist die Rh-Inkompatibilität
meist kein Problem, da sich die Antikörper nur ganz langsam entwickeln.
In weiteren Schwangerschaften können die Antikörper bei einem Rh-positiven
Kind die Blutkörperchen angreifen und damit die Sauerstoffversorgung
gefährden. Das kann heute zwar mit einem Blutaustausch über die
Nabelschnur behandelt werden, es ist aber mit einer Fülle von Untersuchungen
verbunden.
Gibt es denn da keine Abhilfe?
Doch! Durch die prophylaktische Gabe von Anti-D-Immunglobulin in
der 28. SSW, bei Blutungen, nach einer Fruchtwasseruntersuchung
und nach der Geburt kann eine Sensibilisierung verhindert werden.
Anti-D-Immunglobuline sind Antikörper gegen Rh-positives Blut und
verhindern die Sensibilisierung der Mutter.
Wie häufig tritt das Problem auf?
85% aller Europäer sind Rh pos. und nur 15% rh neg. Da nur die Kombination
Mutter rh neg. und Vater Rh pos. zu einer Sensibilisierung führen
kann, betrifft das Problem allenfalls 10% aller Schwangerschaften.
Zusammenfassung
Welche Blutgruppe Sie haben (A,B,AB,0) ist nur bei einer Notfallsituation entscheidend.
Wichtig ist der Rhesusfaktor.
Sind Sie Rh pos. (D+) ist kein Problem zu erwarten.
Sind Sie rh neg. (D-) sollten Sie sich streng an die Empfehlungen zur prophylaktischen
Anti-D-Prophylaxe halten. Dann braucht auch die rh-negative Frau keine Probleme zu
fürchten.
Übrigens, wenn Ihr Kind auch rh neg. (D-) ist, brauchen Sie die Prophylaxe nach der
Geburt nicht. Da der Rhesus-Faktor des Kindes in der Schwangerschaft nicht bekannt ist,
erfolgt die Prophylaxe trotzdem.
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Antikörper-Suchtest
Der Antikörper-Suchtest ist ein
globaler Check nach jedweden Antikörpern. Er sollte möglichst negativ ausfallen. Ist der
Test positiv, wird nach der Art der Antikörper gesucht. Hier würden auch
Anti-D-Antikörper auffallen. Meist haben aber die gefundenen Antikörper keine Konsequenz
für die Schwangerschaft. Es können Antikörper aus anderen Blutgruppen-Systemen sein
(Kelly usw.) oder Kälteantikörper. Diese sogenannten Kälteagglutinine sind erst bei
einer Körpertemperatur von z.B. 12 Grad Celsius wirksam. Da diese Körpertemperatur aber
solange wir leben nicht erreicht wird, ist das Kind dadurch nicht gefährdet.
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Röteln-HAH-Test
Eine Rötelninfektion der Mutter
stellt eine große Gefahr für das Ungeborene dar. Sie ist meist mit Gesundheitsschäden
für das Kind verbunden. Vielen Frauen haben aber durch eine durchgemachte Infektion oder
durch eine Impfung einen Schutz vor Röteln. Wenn das Testergebnis 1:16 oder höher ist
(1:32, 1:64, 1:128 usw.) können Sie von einem ausreichenden Schutz ausgehen. Der Arzt
kreuzt dann " Immunität anzunehmen" an.
Ist der Test negativ oder 1:8 sollten Sie jeden Kontakt mit Rötelninfizierten meiden. Das
gilt auch schon im Verdachtsfall. Vorsicht! Stets Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen, wenn
die geringste Unklarheit besteht. |