Ultraschalluntersuchung
Bei der Ultraschalluntersuchung wird u.a. die
Nackentransparenz (NT) untersucht bzw. gemessen. Sie ist ein dunkler Bereich
(Flüssigkeit) im Nackenbereich des Kindes. Untersuchungen an über 100.000
Schwangerschaften haben gezeigt, dass bei den meisten Kindern die NT dargestellt werden
kann. Ist die Nackentransparenz größer als normal, steigt das Risiko für eine
chromosomale Anomalie oder andere Erkrankungen des Kindes an.
Blutuntersuchung
Im mütterlichen Blut werden zwei Serumwerte
untersucht: das Gesamt-hCG respektive das freie hCG (Human Chorionic Gonadotropin) und das
PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A). Veränderungen in ihrer Konzentration
bezogen auf eine statistisch berechnete Normalkonzentration können als Hinweis darauf
gewertet werden, dass Chromosomenveränderungen vorliegen könnten.
Altersrisiko
Die Ergebnisse der Blutuntersuchung und die
gewonnenen Ultraschalldaten werden dann unter Berücksichtigung des jeweils gegebenen
"Altersrisikos" zu einem "Gesamtrisiko" verrechnet. Da dieses Ergebnis
viel früher vorliegen kann als zum Beispiel das Ergebnis eines Triple-Tests, können ggf.
auch weitere Untersuchungen wie die Frühamniocentese oder die Chorionbiopsie frühzeitig
erfolgen.
Was bedeutet "Altersrisiko" ?
Das Risiko für ein Down Syndrom steht
grundsätzlich in Abhängigkeit vom Alter der werdenden Mutter. Diese Tabelle (s.u.) zeigt
die vom Alter abhängigen Risiken.
Dabei ist das Risiko für eine Anomalie am
Anfang einer Schwangerschaft (hier im Beispiel in der 12. SSW) noch höher als
beispielsweise zum späteren Zeitpunkt der Geburt, da es in Fällen von Anomalien oft
schon vorher zu einem natürlichem Abbruch der Schwangerschaft (Fehlgeburt) kommt.
Alter |
Risiko für eine Trisomie 21 |
| |
|
|
bei der Geburt |
in der 12. SSW |
| |
|
|
| 20 |
1 : 1526 |
1 : 1018 |
| 25 |
1 : 1351 |
1 : 901 |
| 30 |
1 : 894 |
1 : 596 |
| 32 |
1 : 658 |
1 : 439 |
| 34 |
1 : 445 |
1 : 297 |
| 36 |
1 : 280 |
1 : 187 |
| 38 |
1 : 167 |
1 : 112 |
| 40 |
1 : 96 |
1 : 64 |
| 42 |
1 : 55 |
1 : 36 |
| 44 |
1 : 30 |
1 : 20 |
Bitte beachten
Sie: Das neue Konzept des Ersttrimesterscreenings ist wie der Triple-Test
auch nur eine statistische Risikoberechnung - jedoch ist die Erkennungsrate mit bis zu 90%
deutlich höher. Eine 100%ige Sicherheit kann jedoch auch diese Untersuchungsreihe nicht
bieten.
Hier finden Sie weitere Infos über die Pränatale Diagnostik.
Karin Heite
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