Vermuten Sie, dass Sie schwanger sind? Oder haben Sie es vielleicht gerade erfahren? Dann herzlichen Glückwunsch!
Im letzteren Fall steht demnächst die erste Vorsorgeuntersuchung bei Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme an. Damit Sie bei der Flut von Fragen, die
man Ihnen dabei stellen wird, nicht ins Schwitzen kommen, hier die wesentlichsten Fragen vorab - am besten, Sie überlegen sich die Antworten mit Ihrem Partner gemeinsam:
 | Wann war der erste Tag Ihrer letzten Periode? |
 | Wie alt waren Sie bei der ersten Periode? |
 | Bekamen Sie Ihre Periode regelmäßig? |
 | Sind Sie trotz Verhütungsmittel schwanger geworden, z.B. trotz Pille oder Spirale? |
 | Sind Sie schon einmal schwanger gewesen ? Wenn ja, den vorhandenen Mutterpaß mit zum Arzt nehmen. |
 | Gab es während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder danach besondere Auffälligkeiten? |
 | Hatten Sie einen Kaiserschnitt? |
 | Hatten Sie andere Operationen? Besonders im Unterleib? |
 | Hatten Sie ein früh- oder mangelgeborenes Baby oder auch eine Fehlgeburt? |
 | Wurde ein beschädigtes oder totes Kind geboren? |
 | Haben Sie einen Schwangerschaftsabbruch hinter sich? Diese Frage können Sie unbesorgt beantworten. Ihr Arzt unterliegt der Schweigepflicht. Die Antwort kann wichtig sein, z.B. um sehr sorgsam auf eine Rhesus-Unverträglichkeit oder auf Folgen des Eingriffs zu achten. |
 | Wurden Sie vor dieser Schwangerschaft wegen ungewollter Kinderlosigkeit behandelt? |
 | Haben Sie eine Neigung zu Allergien oder zu Thrombose (Bildung von Blutgerinnseln)? |
 | Hatten Sie schon einmal eine Blutübertragung? |
 | An welche Kinderkrankheiten erinnern Sie sich? |
 | Haben Sie andere Krankheiten durchgemacht? |
 | Gegen welche Krankheiten sind Sie geimpft? |
 | Haben Sie im Moment eine behandlungsbedürftige Erkrankung? |
 | Nehmen Sie Medikamente und welche? Am besten Namen aufschreiben. Sind diese vom Arzt verordnet? |
 | Liegen vererbbare Krankheiten in Ihrer Familie oder der Ihres Partners vor? |
 | Gibt es Familienmitglieder mit Zuckerkrankheit? (Diabetes Mellitus) |
 | Gibt es Bluthochdruck in ihrer Familie? |
 | Sind schon einmal Zwillinge in den Familien geboren worden? |
 | Rauchen Sie? |
 | Trinken Sie Alkohol? Wieviel und wie oft? |
 | Haben Sie schon Drogen probiert oder öfter genommen? |
 | Waren Sie vor kurzem in südlichen oder tropischen Ländern? Hatten Sie danach Fieber oder grippeähnliche Beschwerden? |
 | Sind Sie berufstätig? Ist damit eine körperliche Arbeit oder eine besondere Belastung verbunden? |
 | Sind Sie und der werdende Vater auf das Kind vorbereitet? |
 | Sehen Sie durch das Baby Probleme auf sich zukommen? |
Vielleicht noch eine Anmerkung zum letzten Punkt: Haben Sie keine Scheu, mit der Ärztin oder dem Arzt offen über alles zu sprechen, was Sie momentan bedrückt bzw. welche Lebensumstände während der Schwangerschaft zu Problemen führen könnten. Zum einen ist Ihr Arzt, wie gesagt, zum Schweigen verpflichtet - zum anderen verfügt er in der Regel schon über viel Erfahrung im Umgang mit solchen Problemen und kann oftmals Tips geben, die manche Dinge leichter machen oder in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Last not least kann Ihnen ein offenes Gespräch einen Eindruck darüber verschaffen, inwieweit die Ärztin oder der Arzt an Ihren pesönlichen Lebensumständen tatsächlich interessiert und darauf einzugehen bereit ist. Fragen Sie sich danach, ob sie/er für Sie die richtige Vertrauensperson für die nächsten neun Monate ist.