Milchaufschäumer - so wird der Schaum schön luftig!

Das I-Tüpfelchen auf einem Kaffee oder auf einer heißen Schokolade ist ein Häubchen aus zartem Milchschaum. Gerade der ist aber eine Sache für sich!

Schön fest sollte er sein, aber nicht zu fest, cremig und schaumig, aber nicht so, dass er gleich zusammenfällt. In einem guten Café wird er natürlich in 1a-Qualität serviert. Aber wie gelingt er auch zuhause zum Sonntagsfrühstück so perfekt?

Es ranken sich die verschiedensten Gerüchte darum, wie man einen festen Milchschaum zustande bekommt. Während manche auf Vollmilch schwören, verwenden andere wiederum am liebsten Frischmilch. Ganz klar: Der Fettgehalt ist Geschmackssache, der Milchschaum schmeckt cremiger – es hat aber keine Auswirkung auf die Konsistenz des Schaums, ob die Milch 3,5 Prozent oder 1,5 oder gar 0,3 Prozent Fett enthält.

Der Eiweißgehalt beeinflusst die Festigkeit

Im Prinzip kann man jede Milch aufschäumen. Aber: Der Eiweißgehalt entscheidet darüber, wie standfest der Schaum wird. Die Eiweiße in der Milch haben die Eigenschaft, dass sie sich bei einer Temperatur ab 40 bis 50 Grad wandeln, sie docken aneinander an, schließen dabei Luft ein und werden klebend.

Da haltbare, pasteurisierte Milch, sprich H-Milch bereits bearbeitet wurde, sind die Eiweiße hier schon verändert, sie haben bereits eine besser klebende Funktion. Deshalb kann man aus H-Milch leichter festen Milchschaum herstellen als aus Frischmilch.

Auf die richtige Technik kommt es an

Im Prinzip ist Milchschaum nichts anderes als Milch und Luft, es kommt also darauf an, die Luft in die Milch zu bringen und sie dort zu verteilen. Dazu bedarf es einer gewissen Technik: Profis bezeichnen das Prozedere als Zieh- und Rollphase. In einer ersten Phase muss Luft in die Milch gebracht werden, sprich sie wird in die Milch eingezogen, unter die Oberfläche gehoben. Dann in einer zweiten Phase wird die Luft in kleine Luftbläschen zerteilt. Die Milch wird durch gewirbelt, so dass die Luftbläschen kleiner und überall verteilt werden. Tabu: Bitte nicht in der Milch herum stochern! Jedoch bevor es losgeht, muss die Milch auf Temperatur gebracht werden.

Temperatur der Milch ist entscheidend

Wichtig ist, dass man die Milch nicht zu heiß werden lässt. Die Milch darf nur auf etwa 60 Grad erwärmt werden, bei 70 Grad Celsius fällt der Milchschaum automatisch wieder in sich zusammen. Aus dieser Milch wird dann auch nach weiteren Versuchen kein Schaum mehr, wenn Milch bereits erhitzt oder aufgeschäumt wurde, lässt sich daraus nicht noch ein zweites Mal Schaum herstellen.

Es gibt die verschiedensten Hilfsmittel, um Milchschaum zu produzieren. Wer kein Gerät besitzt, kann es mit dem Schneebesen versuchen: Die Milch im Topf erwärmen. Den Schneebesen zwischen die Hände nehmen, schnell hin und her reiben und an der Oberfläche der Milch quirlen. Das ist eine Möglichkeit. Jedoch ist diese Variante so mühsam, dass man die Prozedur sicher nicht täglich machen möchte – und sich entweder vom Milchschaum entwöhnt oder eines der folgenden Geräte zulegt.

Der Quirl: befriedigende Ergebnisse

Die kleinen Stabquirle, die mit Batterie betrieben werden und schon sehr kostengünstig verkauft werden, unter 10 Euro, sind einfach und flexibel zu handhaben. Leider ist das Ergebnis nicht allerbeste Qualität. Zwar kann man mit dem Stabquirl Milch aufschäumen, aber der Milchschaum wird nicht besonders fest, der Schaum gerät recht großporig und fällt fix wieder zusammen. Dafür ist die Handhabung simpel: Der Stab wird einfach in die heiße Milch gehalten, mit einem Knopf wird er in Gang gesetzt und schon schlägt er die Milch auf.

Das Mittel der Wahl: Milch aufschäumen mit Pump-Mechanismus

Ein Milchaufschäumer, mit dem manuell Milch aufgeschäumt wird, bringt da schon weit bessere Ergebnisse. Dazu gibt man die Milch in das Gefäß, ein Topf oder Glas, um sie anschließend auf dem Herd zu erhitzen. Danach setzt man den Deckel auf und pumpt durch den innenliegenden Stab Luft in die Milch hinein: Zuerst wird das Sieb nur kurz unter der Oberfläche bewegt, so dass die Luft in die Milch kommt, dann zieht man es tiefer, um die Luft richtig gut und gleichmäßig in der Milch durch zu wirbeln. Dies erfordert zwar etwas Energie und dauert eine kurze Zeit, jedoch erhält man dafür – je nach Pumpdauer – einen schönen standfesten Schaum. Auf diese Methode schwören sehr viele. Denn wenn man die Milch nicht zu heiß erhitzt, kann man quasi nichts verkehrt machen, der Schaum gelingt immer. Außerdem muss man für diese Geräte nicht unbedingt ein großes Vermögen ausgeben.

Elektrischer Milchaufschäumer – funktioniert automatisch

Kostspieliger sind da die elektrischen Milchaufschäumer. Dafür erfordern die Geräte praktisch gar kein Zutun. Sie müssen nur die Menge an Milch hinein füllen, die sie benötigen. Sie wird erhitzt und anschließend automatisch aufgeschäumt. Innerhalb von wenigen Minuten kann man den perfekten Schaum in die Tasse löffeln.

Kaffeevollautomaten nutzen: die Dampfdüse am Automat

Kaffeeliebhaber besitzen in den meisten Fällen eine Maschine. Ein Kaffeevollautomat, der die verschiedensten Kaffeegetränke zubereitet – und darüber hinaus natürlich über eine Milchdüse verfügt. Schließlich, ein Café Latte kommt natürlich nicht ohne entsprechende Milchhaube aus. Achtung: Es wird bei dieser Art des Milchaufschäumens mit der Dampflanze empfohlen, immer gut gekühlte Milch zum Aufschäumen zu benutzen. In der Ziehphase taucht man die Lanze nur leicht unter die Oberfläche, so dass Schlürfgeräusche zu hören sind, das Volumen der Milch vergrößert sich dabei. In der Rollphase sinkt die Dampflanze ein klein wenig tiefer, so dass keine Schlürfgeräusche mehr ertönen. Diese zweite Phase sollte wesentlich länger dauern als die Ziehphase.

Weitere Themen:

Haushaltstipps - gesucht, gefunden ...!

Haushaltstipps von A - Z:

So geht's leichter:
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.