Dr. med. Ludger Nohr

Strakes Fremdeln

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Strakes Fremdeln

Liebe Daniela,
fremdeln ist ja die Reaktion darauf, dass das Kind plötzlich fremd und bekannt unterscheiden kann, was so im letzten Drittel des ersten LJ stattfindet.
Ihr Kind scheint Fremde (für sie) beängstigend zu finden, warum auch immer (da gibt es viele mögliche Gründe) und sich nur bei Ihnen und dem Vater ausreichend sicher zu fühlen. Man kann ihr nicht erklären, dass das meist unnötig ist, sie muss es erfahren und das dauert seine Zeit. Fremde/s verunsichert Ihre Tochter, d.h. sie hat noch wenig innere Stabilität und Sicherheit und jede neue Situation scheint das zu festigen.
Wichtig ist, dass Sie und alle anderen das akzeptieren und nicht einfach über diese Grenze hinweggehen. Gerade Verwandte wollen oft "doch nur das Kind mal auf dem Arm haben" o.ä. und respektieren den Wunsch des Kindes nicht. Solche Erfahrungen verfestigen eher die Angst des Kindes, statt es zu stützen.
Gibt es in der Familie andere Menschen die als Kinder ängstlich waren? Ist das ein irgendwie bekanntes Verhalten? Manchmal spüren die Kinder das und übernehmen das unbewusst.
Stützen und ermutigen auf dem Boden des Akzeptierens der jetzigen Situation ist der Weg.
Alles Gute und genügend Gelassenheit dabei.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 30.11.2020

 
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