Dr. med. Ludger Nohr

Stimmung kippt, wenn Papa da ist

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Stimmung kippt, wenn Papa da ist

Liebe Tatjana,
was Sie erleben, ist sowohl ein innerer Ambivalenz- als auch Loyalitätskonflikt. Wenn Ihr Mann kommt, entsteht in Ihrer Tochter eine Entscheidungssituation und sie erlebt davon hauptsächlich den ablehnenden Teil (wenn ich mich für einen entscheide, entscheide ich mich auch gegen einen). Da sie beide Eltern liebt, schmerzt es sie, sich entscheiden zu müssen. Das bedeutet, dass eine eigentlich schöne Situation (Vater kommt nach Hause) zum Konflikt wird (und Zweiersituationen der gleichen Teilnehmer meist einfach sind). Und da sie ihn (noch) nicht lösen kann, reagiert sie unwirsch und verärgert. (Spätere Lösungen wie, erst spiel ich mit dem und dann umgekehrt o.ä., stehen in diesem Alter noch nicht zur Verfügung). Es überwiegt immer wieder, etwas zu verlieren, egal wie man sich entscheidet. (Das ändert sich mit der Zeit, aber Dreierkontakte bleiben immer schwierig.)
Ihr Mann braucht also keine Zweifel an sich haben und kann, wenn das Geschriebene für ihn nachvollziehbar ist, seine Angebote aufrecht erhalten, auch wenn die Reaktion der Tochter immer mal wieder auch ablehnend ist. Sie zeigt ihre Liebe ja auch deutlich in vielen anderen Situationen.
Viel Freude miteinander.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 13.12.2019

 
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