Janin 33
Hallo, Ich stille meinen 8 Wochen alten Jungen voll. Tagsüber stille ich nach Bedarf (aller 2-3 Stunden, da trinkt er manchmal nur 10 min, manchmal mit Milchspendereflex). Ich lege ihn gegen 19 Uhr schlafen und dann schläft er bis 1 Uhr. Ich streiche meine Brüste abends beim Duschen nochmals aus. Trotz dessen sind meine Brüste nachts meist wieder so stark gefüllt dass er nur eine Brust schafft aber nicht "leer trinkt". Dabei läuft die andere Brust mit aus. Ich trinke bereits tagsüber 1 Tasse Salbeitee, wobei ich nicht das Gefühl habe dass er wirkt. Ich habe eine Handmilchpumpe, meine Hebamme hat mir aber davon abgeraten, sie meinte dadurch würden meine Brüste noch mehr Milch produzieren. Haben Sie einen Tipp für mich? Viele Grüße, Janin
Liebe Janin, die Brust ist ein eher träges Organ und braucht seine Zeit, um sich auf längere Stillpausen in der Nacht einzustellen. Es ist gut, wenn die Milch dann von alleine ausläuft, da Sie dann keinen Stau befürchten müssen, durch Abpumpen würde tatsächlich die Milchbildung erhöht. Auch ist es normal, dass eine Brust nie leer ist, die meiste Milch wird während dem Stillen gebildet. Sie können immer etwas Milch ausstreichen, wenn Ihr Baby satt ist und die Brust noch spannt, allerdings wirklich nur so viel, bis der Druck nachlässt. Zusätzlich könnten Sie die Brust kühlen, wenn die Spannung sehr hoch ist. Haben Sie denn Schmerzen, stört Sie die volle Brust sehr? Es gibt auch homöopathische Mittel, die hier eingesetzt werden können. Wenn Sie sich dafür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Hebamme oder Ärztin/Arzt. Liebe Grüße Biggi
Janin 33
Hallo Biggi, danke für deine schnelle Antwort. Schmerzen direkt habe ich nicht, eher ein Druckgefühl. Ich merke auch zum Beispiel beim spazieren wie sich die Brust füllt und dann kribbelt. Dann habe ich das Gefühl nach Hause zu gehen und ihn gleich "anzuhängen". Ich denke das er dann nur die Vordermilch trinkt, wäre es dadurch nicht besser vorher etwas Milch abzulassen damit er mehr Hintermilch bekommt? Soll ich einfach bei einer Tasse Salbeitee bleiben? Bei Homöopathischen Mitteln bin ich immer etwas skeptisch. Schönen 4. Advent!
Liebe Janin, wenn die Milchmenge nicht zurück geht, kannst Du sicherlich weiterhin eine Tasse Salbeitee trinken. So lange Dein Baby gut gedeiht, brauchst Du Dir auch keine Gedanken um die Hintermilch so machen. Der Milchspendereflex setzt beidseitig ein, so dass das Kind an der zweiten Brust dann eine „Mischmilch" erhält. Die Unterscheidung in „Vordermilch" und „Hintermilch" ist in aller Regel allerdings eine akademische Frage, die für den normalen Stillablauf keine Bedeutung hat. Solange das Kind gedeiht und sich wohl fühlt, muss keine Mutter über die Anteile an Vorder- oder Hintermilch nachdenken. Nimmt denn Dein Baby gut zu? Hat es ausreichend nasse Windeln? Ist es in den Wachphasen fit? Liebe Grüße Biggi
Janin 33
Alle Fragen kann ich mit ja beantworten. Er hat in den letzten 2,5 Wochen 1 kg zugenommen. Und Windeln wechseln ist bei uns ständig im Programm (min. 10-15 Stück). Ich werde einfach nochmal die Quarkwickel nach dem stillen probieren. Herzlichen Dank für die schnellen Rückantworten!
Das hört dich SUPER an :-)) Biggi
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