ali26
Hallo, ich habe eine Frage: mein Sohn ist nun fast 5 Wochen alt und ich stille ihn bisher noch voll. Leider habe ich das Gefühl zu wenig Milch zu haben bzw. irgendwas mit dem Stillen falsch zu machen. Die Anzeichen, die mich zu dieser Annahme geführt haben möchte ich Ihnen kurz erläutern: meine Brüste sind sehr weich und waren von Anfang an immer weich. Lediglich 1-2 Tage wo die Milch anfangs einschoss waren sie etwas verhärtet. Die rechte Seite ist auch schon mal voller aber z.B. die linke Seite ist immer so weich und ich habe das Gefühl, dass da kaum Milch kommt.Ich habe versucht meinen Sohn nun öfters zuerst linmks anzulegen um die Produktion wieder in Gang zu bringen-bisher aber ohne Erfolg. Den Milchspendereflex spüre ich allerdings in beiden Brüsten, also wenn das Kind an einer Seite anfängt zu saugen, spüre ich auf beiden Seiten ein Ziehen/Stechen. Auch tropft immer aus der Seite aus der gerade nicht getrunken wird während des Stillens immer ein bischen Milch vorne raus. Aber ist das nicht ein Zeichen, dass doch genug MIlch da ist? Was kann ich sonst noch tun? Das nächste was mich verunsichert ist die Tatsache, dass es von Anfang an mit dem Stuhlgang nicht so richtig klappen will. Ich habe hier in einem Beitrag von Ihnen gelesen, dass man am Anfang mehrmals pro Tag bei Stillkindern eine volle Windel (Stuhlgang) haben soll und es erst später weniger werden kann( bis zu 14 Tagen). Bei uns ist es aber seit anfang an so, dass nur alle paar tage Stuhlgang kommt und er tut sich auch sehr schwer damit. Meist kommt der Stuhlgang nur aufgrund eines Carum Carvi Zäpfchens, das ich ihm dann gebe um ih zu erleichtern, weiß nicht wie oft sonst wäre. Wäre der seltene Stuhl nicht auch ein Anzeichen für falsches Stillen. Die Gewichtszunahme ist bisher durch Stillen von 3740 auf 4810 gegangen. Spricht das für ausreichend Milchmenge? Gerade abends kommt der kleine im halb stundentakt und nachts auch sehr oft, so dass ich Angt habe er bekommt zu wenig. Ich möchte gerne weiter stillen bin aber ziemlich verunsichert ob ich nicht zufüttern soll, damit mein Sohn mal richtig satt wird. Können sie mir Rat geben?
Liebe ali26, alles ist GUT :-). Weiche Brüste sind KEIN Hinweis auf zu wenig Milch, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich (und oft auch kleiner wird). Das bedeutet nicht, dass die Milch weniger geworden ist, sondern ist ein Hinweis darauf, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Achten Sie einmal auf die folgenden Anzeichen bei Ihrem Baby: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal und bei manchen Kindern auch früher) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Baby auch satt wird. Ihr Baby hat durchschnittlich 200 Gramm zugenommen, das ist SPITZE und Sie müssen sicherlich nicht zufüttern! Wir Menschen sind nicht symmetrisch und das gilt auch für die Brüste einer stillenden Frau. Es ist ganz normal, wenn eine Brust mehr Milch bildet als die andere. In einigen Fällen kommt es zu einer stärkeren Milchproduktion in einer Brust, weil in dieser Brust mehr Milchgänge arbeiten und die Milch in dieser Brust schneller und reichlicher fließt. Manchmal wird (häufig unbewusst) an einer Seite mehr angelegt als an der anderen und so diese Seite zu mehr Milchbildung angeregt. Dieser Unterschied ist jedoch normalerweise bedeutungslos, da es nicht auf die Menge in einer Brust ankommt, sondern auf die Gesamtmenge. Sie könnten versuchen durch gezieltes Anlegen einen Ausgleich zu schaffen, doch es gibt keine Garantie dafür, dass Sie diesen Ausgleich erreichen werden. Und wie gesagt: wichtig ist die Gesamtmenge und nicht, wie viel Milch eine Brust bildet. Ich hoffe, ich konnte Sie beruhigen!? LLLiebe Grüße Biggi Welter
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