Mitglied inaktiv
Hallöle! Mein Baby ist jetzt knapp 4 Wochen alt und trinkt an jeder Seite ca. 10 min., holt aber nur ca. 40 - 50 ml raus. Er hat jetzt erst wieder sein Geburtsgewicht erreicht. Da dies lt. Hebamme viel zu spät ist, habe ich auf ihr Anraten jetzt mit Zufüttern begonnen. Ich möchte aber gerne wieder voll stillen. Meine Frage: Wie kann ich die Milchmenge so positiv beeinflussen, daß mein Kleiner auch satt wird????
? Liebe Bibo, leider hat Ihre Hebamme absolut recht: wenn ein Baby nicht allerspätestens mit drei Wochen sein Geburtsgewicht wieder erreicht hat, dann ist das eindeutig ein Alarmsignal und es muss dringend etwas passieren. Das Erste, was dann notwendig ist, ist in aller Regel, Nahrung in das Kind hineinzubekommen und wenn nicht genügend Muttermilch zur Verfügung steht, dann sind wir (vor allem in unserer Gesellschaft) heutzutage in der glücklichen Situation, dass es künstliche Säuglingsnahrung gibt, die den Engpass überbrücken kann. Wenn Sie zum vollen Stillen kommen wollen, sollten Sie sich möglichst rasch an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die Sie beim Aufbau Ihrer Milchproduktion direkt unterstützen kann. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Ich gebe Ihnen nun noch einige allgemeine Hinweise zur Förderung der Milchmenge, bis Sie eine Kollegin vor Ort erreichen können. Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb sollten Sie Ihr Baby in den nächsten Tagen oft anlegen. Etwa alle zwei Stunden (jeweils vom Beginn der letzten Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten Mahlzeit gerechnet) und vermeiden Sie den Schnuller. Der Schnuller befriedigt das Saugbedürfnis ihres Kindes, ohne dass es dabei Nahrung erhält. Bei einen wenig zunehmenden Kind ist dies nicht günstig. Um das Interesse Ihres Babys an der Brust wachzuhalten, können Sie es mit Wechselstillen versuchen. Beim Wechselstillen legen Sie Ihr Baby an und stillen es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nehmen Sie es sanft von der Brust (vergessen Sie nicht den Saugschluss zu lösen) und lassen es aufstoßen, streicheln seine Fußsohlen oder massieren es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Sie es wieder etwas ermuntert haben. Dieses „Wecken und Wechseln" wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden. Nach ein paar Tagen sollte eine Gewichtszunahme bei Ihrem Baby feststellbar sein. Um die Milchproduktion zu steigern kann außerdem zusätzliches Pumpen sinnvoll sein. Am besten wäre es, wenn Ihnen eine Stillberaterin vor Ort das Abpumpen genau erklärt und Ihnen zeigt wie Sie die Brust massieren können. Achten Sie darauf, dass SIE so viel Ruhe und Erholung wie möglich bekommen (am besten legen Sie sich zusammen mit Ihrem Baby ins Bett) und sich möglichst ausgewogen und ausreichend ernähren. Kohlenhydratreiche Nahrung wirkt sich positiv auf die Milchmenge aus. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Sie müssen keinen Milchbildungstee trinken und wenn Sie ihn trinken wollen, dann bitte nicht mehr als zwei bis drei Tassen täglich, mehr kann Bauchprobleme bei den Kindern verursachen. Eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr wirkt sich nicht positiv auf die Milchbildung aus. Sie trinken genügend, wenn Sie sich nicht ausgedörrt fühlen, wenn Ihr Urin hell ist und Sie keine Verstopfung bekommen. Bieten Sie bei jeder Mahlzeit beide Brüste an. Dadurch das Baby wirklich die gesamte vorhandene Milch bekommt und die Milchproduktion in beiden Seiten angeregt wird. Achten Sie auf eine korrekte Stillhaltung und richtiges Ansaugen Ihres Babys. Das Baby darf nicht nur die Spitze der Brustwarze in den Mund nehmen. Seine Lippen müssen auf dem Warzenhof aufliegen. Nicht selten liegt es an einer ungünstigen Saugtechnik des Babys, wenn die Milchmenge nicht ausreicht ist. Stillhütchen können dieses Problem noch weiter verschärfen. Am besten wäre es, wenn Sie sich von einer Stillberaterin vor Ort das korrekte Anlegen zeigen lassen und sich erklären lassen, woran Sie erkennen, ob ihr Baby richtig saugt. Die derzeit notwendige Zusatznahrung sollte nach Möglichkeit nicht mit der Flasche, sondern mit einer alternativen Fütterungsmethode (z.B. dem Becher) gegeben werden. Auch das Bechern sollten Sie sich von einer Kollegin vor Ort zeigen lassen. Möglicherweise ist der Einsatz eines Brusternährungssets sinnvoll. Alles Saugen des Babys sollte möglichst an Ihrer Brust erfolgen. Wenn Sie den oben genannten Tipps folgen, müssten Ihre Milchmenge und auch Ihr Kind nach ein paar Tagen deutlich zugenommen haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hallo, Normal regelt die Nachfrage das Angebot, also wenn Du zufütterst muss die Brust diese menge ja nicht prodizieren und je mehr Du zufütterst, desto weniger Milch macht die Brust. Trinkt Dein Kind denn an der Flasche mehr als an der Brust ? Ich habe nie gewogen, kann daher nicht sagen,was meine trinkt, sie kam am 10.9. ist also ungefähr gleichalt wie Deines. Ich finde, wiegen verunsichert total, daher habe ich es gleich gelassen, auch in der Klinik schon dagagen gewehrt. Viel wichtiger ist, dass das Kind gut drauf ist und nicht nur schlaff rumliegt. Wie oft hast Du denn angelegt, um zu sagen, es hat nciht zugenommen ? Meine kommt alle zwei Stunden und trinkt nur eine Seite, aber je öfter sie kommt desto eher darf sie ran, anders wirst Du dem Problem auch nicht Herr werden. Was wenn Du die Flasche weglässt und Baby trinken lässt wann es will, notfalls jede Stunde, nur so wird die Milch mehr werden. Ich kenne auch eine Mutter, die hat nach dem Stillen abgepumpt, weiß aber nicht, ob das viel bringt... Such Dir doch ne andere hebamme, die sich mit sowas auskennt, denn ohne Unterstützung vor Ort wirst Du es schwer haben !!! Dani
Mitglied inaktiv
Hallo Dani, danke für deinen Versuch, mir zu helfen! Aber ich kann unmöglich alle zwei Stunden oder noch öfter anlegen, denn ich habe noch einen kleinen Sohn, der im November erst 2 Jahre alt wird. Ich denke, wenn ich das Problem nicht in allerkürzester Zeit in den Griff bekomme, wird nur das Abstillen die sinnvollste Lösung sein. Nimmt dein Kind denn normal zu? Dann brauchst du dir natürlich keine Sorgen bezüglich der Milchmenge zu machen. Mein Kind hatte ja nur jeweils 40 ml aus der Brust bekommen und war dennoch total zufrieden und schlief 4 Stunden und länger. Daher war die Wiegerei total wichtig, denn nur dadurch wußte ich, daß er nicht genügend zugenommen hat. Ich danke dir auf jeden Fall für deine Mühe und sende liebe Grüße Bibo
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