Arja
Hallo Ich bin etwas verzweifelt weil das stillen nicht so klappt wie es sollte... Ich Fang einfach mal von vorne an. Meine Tochter ist jetzt drei Wochen alt. Die ersten Tage, dacht ich das stillen klappt super, ok, ich hatte leicht wunde Brustwarzen, trotz richtigen anlegen. Ich dachte das wäre normal am Anfang. Auch meine Tochter schien von Anfang an unzufrieden, sie war zwar an der Brust ruhig aber sobald ich sie abgemacht habe hat sie scho wieder geweint.. An der Brust ist sie oft eingeschlafen.... Nach einer Woche hat der kia festgestellt das sie ein verkürztes Zungenbändchen hat, das er direkt behoben hat... Seit dem hab ich auch keine Wunden Brustwarzen und keine schmerzen mehr. Allerdings hat der kia auch festgestellt dss sie viel abgenommen bzw nicht gut zugenommen hat.... Aber es war ja erst eine Woche vergangen.... Sie wurde immer unzufriedener, sobald sie nicht gestillt wurde, ich hatte sie eigentlich rund um die Uhr an der Brust, bis sie eingeschlafen ist. Sobald sie wach war hat sie geschrien und nach der Brust gesucht.... Tagsüber wie nachts... Ein paar Tage später hatte sie immer noch nicht zugenommen, sodass meine Hebamme sowie eine stillberaterin zum zufüttern geraten haben.... Seit dem füttere ich immer nach dem stillen ca 100 ml pre Nahrung zu.... Und siehe da, ich habe das erste mal ein sattes Kind das auch so langsam zunimmt.. Ich möchte aber so so gerne weiter stillen, aber wie? Mein Kind wird nicht satt! Es reicht nicht mal sie für ne Stunde satt zu bekommen, ohne nachfüttern geht gar nix.... Ich weiß nicht was ich noch machen soll damit ich meine Milchmenge steigern kann. Meine Hebamme meinte ich hätten einfach zu wenig Milch, das sich zu wenig drüsengewebe gebildet hätte und man da nix machen kann. Ich will dss nicht glauben und ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben! Das eine Frau zu wenig Milch produziert is doch extrem unwahrscheinlich oder? Ich glaube nicht dss es gerade mich trifft! Aber was ksnn ich denn noch tun? Hat jemand den ultimativen Tipp?? LG Arja
Liebe Arja, ich glaube, dass dein Baby saugverwirrt ist. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Wäre es denn möglich, dass dein Baby mit einer alternativen Fütterungsmethode gefüttert wird? Hast Du schon einmal versucht, dein Baby mit einem Becher zu füttern? Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt und klappt meist erstaunlich gut. Ich würde dir zusätzlich noch empfehlen, ihr eine Kalorienbombe aus Muttermilchsahne zu geben, das gibt den Kleinen meist einen wirklich guten Zunahme- und Entwicklungskick. Schau, dass du Milch ausstreichst oder abpumpst, die du in 10 ml Spritzen aufziehst und dann kopfüber in ein Glas stellst (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken... Oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln. Statt mit leeren Spritzen kannst du natürlich auch mit einer Tasse arbeiten, in die du die gewonnene Muttermilch gibst. Oben wird sich der fetthaltige Rahm absetzen, du kannst ihn mit einem Löffel abschöpfen und deinem Baby geben. Wenn du das 3-4 Tage lang machst (je mehr, desto besser), wird dein Baby ganz sicher einen Schub machen. Ich kenne dein Baby nicht, ich sehe nicht, wie es trinkt und wie es aussieht, deshalb könnte ich leider niemals sagen, wie Du weiter vorgehen kannst. Eben so wenig wie ein Arzt, dem Du am Telefon sagen „mir tut mein Rücken weh" eine Ferndiagnose stellen kann, kann eine Stillberaterin bei Saugproblemen aus der Ferne sagen „genau das ist es". Ich kann hier am PC aus dem, was mir die Frauen schildern, bestimmte Rückschlüsse ziehen und mehr oder weniger allgemeine Tipps geben, doch das ersetzt in vielen Situationen niemals die direkte Beratung durch eine Stillberaterin vor Ort. Ja, es wäre sogar fahrlässig, wenn ich behaupten würde, die Stillberatung über Internet kann alle Probleme lösen. Falls Du noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin hast, solltest Du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob sein Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Sie kann dir Tipps zum Pumpen geben und auch für die wunden Brustwarzen. Außerdem kann sie dir zeigen, wie es alternativen Fütterungsmethoden klappt. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Tut mir leid, wenn ich nicht mehr helfen kann…. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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