Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie kann ich einen Milchstau auflösen?

Frage: Wie kann ich einen Milchstau auflösen?

Clothild

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Liebe Biggi, seit gestern habe ich eine gerötete Stelle an der Brust, mit einer Verhärtung. Alle Versuche diese aufzulösen ( Baby mit dem Kiefer an dieser Stelle anlegen, Brust vorher wärmen durch Bad oder feuchte Wickel, Milchspendereflex durch andere Brust aktiviert, abpumpen, Quarkwickel) haben nichts gebracht. Ich lege unseren Sohn alle 2 Stunden an. Er trinkt auch aber die Verhärtung und Rötung bleiben. Obwohl ich sonst mit der Pumpe häufiger Milch abgepumpt habe, kommt jetzt selbst nach einer Stunde pumpen nicht mehr als ein Esslöffel Milch zusammen. Ich bin verzweifelt und habe Angst vor einer Brustdrüsenentzündung. Was kann ich tun bzw. kann es auch etwas anderes sein?


Biggi Welter

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Liebe Clothild, könnte es sein, dass die weiße Stelle an der Brustwarze ein weißes Häutchen oder ein Milchpfropf ist? Es klingt evtl. so, als ob ein Milchausführungsgang verstopft ist. Es gibt zwei mögliche Ursachen für diese Art der Verstopfung: Entweder es kommt zu einem Milchstau weil sich ein Pfropf in der Öffnung eines Milchgangs bildet. Wenn der Pfropf aus der Brustwarze herauskommt, sieht er wie Kristall oder ein Sandkorn aus, manchmal auch wie ein dünnes Spaghetti. Abhilfe im akuten Fall schaffen sanfte Massage und die Anwendung von feuchter Wärme und anschließende Entleerung der Brust durch das Baby oder eventuell Abpumpen oder Handausstreichen. Es kann helfen, diese immer wiederkehrenden "Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Außerdem solltest Du auf eine absolut korrekte Anlegetechnik achten und direkt bei den allerersten Anzeichen für einen Milchstau mit der Behandlung (feuchte Wärme vor dem Stillen, unterstützende Massage, RUHE usw.) beginnen. Die andere Möglichkeit ist ein sogenanntes "weißes Häutchen" oder "weißes Bläschen". Ein weißes oder klares Bläschen auf der Brustwarze kann durch einen verstopften Milchgang oder durch Haut, die einen Milchgang verschließt, verursacht werden. Weiße oder klare Bläschen auf der Brustwarze (auch Milchbläschen genannt), können durch einen Pfropfen entstehen, wenn zum Beispiel ein Körnchen oder eingedickte Milch den Milchfluss in der Nähe der Brustwarzenöffnung blockiert oder eine dünne Hautschicht die Öffnung eines Milchgangs von außen versperrt. Ob das weiße oder klare Bläschen durch einen Pfropfen im Milchgang oder durch ein die Öffnung blockierendes Häutchen verursacht wird, die Behandlung ist die gleiche. Du solltest warme Kompressen auflegen, um das Bläschen zu erweichen und dann sofort das Baby an die Brust anlegen. Dabei muss sorgfältig auf eine gute Stillhaltung und korrektes Ansaugen geachtet werden. Die Hitze führt dazu, dass sich der Milchgang leicht ausdehnt, so dass er für den Pfropfen durchgängig werden kann. Liegt die Ursache des Problems in einem Häutchen über dem Milchgang, wird dieses sich durch die Hitze ausdehnen und dünner werden. Sobald Wärme angewendet wurde, wird der Milchspendereflex zusammen mit der Saugtätigkeit des Babys in den meisten Fällen ausreichen, um das Bläschen zu öffnen. Danach können die für wunde Brustwarzen empfohlenen Maßnahmen dabei helfen, die Heilung zu beschleunigen. Wenn die oben beschriebene Behandlung keine schnelle Erleichterung bringt, reicht meist eine einmalige Öffnung des Bläschens mit einer Kanüle (bitte mit dem Arzt besprechen). Wichtig ist, dass beim Auftreten dieses Problems möglichst bald reagiert wird, um einen Milchstau und ev. daraus resultierende Probleme zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf eine möglichst korrekte Stillhaltung und richtiges Anlegen geachtet werden. Sollte es nicht besser werden, lass die Brust bitte vom Arzt ansehen! Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi


Itzy

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ich habe aus dem elternstillforum mal den tip bekommen im vierfüßlerstand zustillen. dadurch "rutscht" ein evtl. propfen besser richtig ausgang. ich habs probiert- es hat wirklich geholfen! worher gut wärme drauf, dann in o.g. haltung stillen, oder vornüber gebeugt pumpen und die schwerkraft arbeiten lassen. lg christine


Clothild

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Liebe Biggi, herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Am letzten Samstag war ich wegen der Brust im KH. Ich hatte vermutlich vorher eine Brustdrüsenentzündung ohne Verhärtung aber mit den üblichen Symptomen Gliederschmerzen, Schüttelfrost ect. Die Rötung war am abklingen und das Blutbild wies keine Entzündungswerte auf. Meine Brustwarze und Warzenhof waren jedoch sehr wund. Seitdem ließ ich viel Luft ran und cremte die Rötung mit Archangelika- Salbe von Weleda, ab und an Calendula Essenz ein. Seit mehr als einer Woche nehme ich Lezithin weil ich zu Fettfropfen neige. Laut Ärztin war das weiße auf der Warze, was nach dem Stillen immer so ruppig, eitrig aussah, aufgeweichter Wundschorf. Der ist schon ziemlich zurück gegangen. Fett- fropfen sehe ich auch keine mehr. Ist so ein Bläschen sichtbar? ich sehe weder vor noch nach dem Stillen so etwas. Was passiert wenn der Milchstau sich nicht löst? Hat die Rötung damit zu tun? Den Tipp von Christine mit dem Vierfüßlerstand hatte ich schon probiert. Mein Sohn ist allerdings schon 1 Jahr alt und fand es sehr erfreulich als er zwei Brüste über sich sah. Vor lauter Ablenkung mochte er nicht trinken. Kann der Stau gelöst werden, wenn nicht der Kiefer genau an der geröteten Stelle ist. Fragen über Fragen... ich hoffe Du kannst mir helfen. Herzliche Grüße, C.


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