Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wenig Milch, aber ich will stillen

Frage: Wenig Milch, aber ich will stillen

Mitglied inaktiv

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Mein Sohn ist jetzt 4 wochen alt, ich habe am Anfang sehr viel Milch gehabt und war sehr zuversichtlich, doch jetzt ist es sher wenig,trotz Stilltee. Wenn ich die Milch 4 stunden nach dem stillen ausstreiche, habe ich auf der rechten Seite etwa 40ml, auf der linken zwischen 70 und 90 ml wieso dieser große unterschied( kann es daran liegen, dass ich auf dieser Seite mit einem Stillhütchen stillen muss?) und wie bekomme ich wieder mehr Milch? Ist es ratsam auf er rechten Seite die Milch öfter auszustreichen um die Milchbildung anzuregen? Ich habe bereits einen Sohn, ihn konnte ich nur 2 Monate stillen, dann hatte ich keine Milch mehr, aber ich will doch so gerne stillen. Ich bin langsam wirklich verzweifelt. Gruß Anny


Biggi Welter

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? Liebe Anny, Wir Menschen sind nicht symmetrisch und das gilt auch für die Brüste einer stillenden Frau. Es ist ganz normal, wenn eine Brust mehr Milch bildet als die andere und es ist auch ganz normal, dass ein Baby eine Lieblingsbrust hat. In einigen Fällen kommt es zu einer stärkeren Milchproduktion in einer Brust, weil in dieser Brust mehr Milchgänge arbeiten und die Milch in dieser Brust schneller und reichlicher fließt. Manchmal wird (häufig unbewusst) an einer Seite mehr angelegt als an der anderen und so diese Seite zu mehr Milchbildung angeregt. Dieser Unterschied ist jedoch normalerweise bedeutungslos, da es nicht auf die Menge in einer Brust ankommt, sondern auf die Gesamtmenge. Es ist außerdem auch möglich mit nur einer Brust zu stillen (Zwillinge haben rechnerisch auch nur eine Brust pro Kind zur Verfügung). Das einzige Problem, das auftauchen kann, besteht darin, dass die Brüste ungleich in der Größe sein können. Doch dies ist ein eher kosmetisches Problem und nach dem Abstillen gleichen sich die Unterschiede wieder aus. Doch nun zu ihrem drängenden Problem. Warum glauben Sie, dass Ihre Milchmenge nicht ausreicht? Das was Sie ausstreichen können, hat überhaupt keine Aussagekraft darüber, wieviel Milch für Ihr Kind verfügbar ist. Durch ausstreichen oder abpumpen können Sie niemals so viel Milch gewinnen, wie ein effektiv an der Brust trinkendes Kind bekommt. Schauen Sie sich Ihr Kind einmal in Hinblick auf die folgenden Punkte an: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sind alle diese Punkte erfüllt? Dann ist davon auszugehen, dass Ihr Baby satt wird und gut gedeiht. Sollten diese Punkte nicht erfüllt sein, dann wenden Sie sich am besten an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe und besprechen mit ihr, was Sie tun können, um Ihre Milchmenge wieder an den Bedarf Ihres Kindes anzupassen. Was mir übrigens noch auffällt ist, dass Sie schreiben, Sie streichen etwa vier Stunden nach dem Stillen aus. Wie häufig legen Sie denn Ihr Baby an? Ein Abstand von vier Stunden oder noch mehr zwischen den Stillzeiten (jeweils vom Beginn des letzten Stillens bis zum Beginn des nächsten Stillens gerechnet) ist für ein so kleines Baby ungewöhnlich lange. Vielleicht sollten Sie einfach häufiger anlegen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Hallo! Ich habe mir beim einem ersten Kind auch Sorgen um die Milchmenge gemacht: Der Kleine schrie andauernd und ich konnte nie mehr als einige Tropfen Milch ausstreichen. Er hat aber super zugenommen und war einfach ein sehr unruhiges Baby. Fazit: Die Menge, die man ausstreichen kann, hat nichs damit zu tun, wie viel milch wirklilch da ist! Liebe Grüße Martina A.


Mitglied inaktiv

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Zunächst vielen dank für ihre schnelle Antwort auf meine Frage. Ich stille mein Baby immer dann wenn es sich meldet, noch hat mein Sohn keine festen Zeiten ( logisch auch bei dem Alter ) er trinkt etwa alle 2 - 4 Stunden, eine Pause von 5-6 Stunden kommt meist Nachts vor, da er abends meistens seeeehr lange wach ist. Er hat etwa 6 nasse Windeln, Stuhl hat er nicht jeden Tag, am Anfang schon und auch mehrfach. Jetzt jedoch einmal alle 2 Tage, dafür aber recht viel.


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