krokodilbaby
Hallo, ich habe heute auch mal eine Frage. Ich stille mein zweites Kind, 8 Wochen alt voll. Seit einigen Tagen macht sie Theater an der linken Brust. Nun habe ich heute abgepumpt und die Milch der linken, ungeliebten Brust ist ganz wässrig. Ist das vielleicht der Grund für die Abneigung? Und wieso ist die Milch so dünn? Kann ich da etwas dagegen tun? LG und danke*
Liebe krokodilbaby, die meisten Menschen in unserer Gesellschaft sind an den Anblick von homogenisierter Kuhmilch gewöhnt, die gleichmäßig weiß und undurchsichtig aussieht. Abgepumpte Muttermilch ist nun aber nicht homogenisiert und sieht ganz anders aus. Die Farbe von frischer Muttermilch variiert zwischen gelblich, bläulich oder sogar bräunlich. Die Milch sieht dann auch häufig sehr durchscheinend aus. Das heißt aber nicht, dass sie zu wenig Nährstoffe oder zu wenig Fett hat. Selbst die Milch von schlecht ernährten Müttern ist in der Zusammensetzung und im Energiegehalt kaum anders als die von gut ernährten Müttern. Bei längerem Stehenlassen von abgepumpter Muttermilch setzt sich der Fettanteil oben ab. Bevor das Baby die abgepumpte Milch erhält, sollte sie deshalb vorsichtig geschwenkt werden, so dass sich das Milchfett wieder verteilt. Deine Milch sieht also vollkommen normal aus und es gibt sicher keinen Anlass zur Sorge. Fast bei jeder Frau gibt es mehr oder wenige deutlich ausgeprägte Unterschiede zwischen beiden Brüsten. Es gibt z.B. Frauen, die auf einer Seite eine Hohlwarze und auf der anderen Seite eine normal ausgebildete Brustwarze haben. Und beinahe jede Frau bemerkt, dass eine Brust besser "läuft" als die andere. Die meisten Babys haben eine "Lieblingsbrust". Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Manchmal geht die Bevorzugung durch die Babys jedoch so weit wie bei deiner Tochter dass sie nur noch an einer Seite trinken. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird dann mehr und nimmt auf der anderen Seite ab. Das ist im Allgemeinen kein großes Problem, denn es ist durchaus möglich ein Baby mit nur einer Brust zu ernähren. Es dauert allerdings einige Zeit, bis sich die erforderliche Milchmenge durch häufigeres Anlegen an der bevorzugten Seite eingependelt hat vielfach sind beim einseitigen Stillen zumindest anfangs die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten auch kürzer. Der in diesem Fall entstehende Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten gleicht sich nach dem Abstillen wieder aus. Manche Babys lassen sich auch überlisten. Lege deine Tochter zuerst an der rechten Seite an. Sobald der Milchspendereflex ausgelöst wurde, wechsle, ohne die Stillhaltung zu verändern, an die andere Seite. Du kannst auch den Milchspendereflex durch Massage auslösen und deine Kleine dann an der ungeliebten Seite anlegen. Vielleicht lässt Du sie auch noch vom Kinderarzt anschauen, um eine medizinische Ursache auszuschließen. Möglicherweise tut ihr beim Trinken an der linken Seite etwas weh. Hat sie eine Erkältung? Babys mit Ohrenschmerzen verweigern häufig eine Seite, wenn nur ein Ohr betroffen ist, weil es ihnen unangenehm ist auf dem erkrankten Ohr zu liegen. Ein Schlüsselbeinbruch während der Geburt (kommt gar nicht so selten vor), kann dem Baby ebenfalls Probleme bereiten und sein Stillverhalten auf einer Seite beeinflussen. In diesen Fällen hat es sich bewährt, das Baby in einer eher Position zu stillen. Ich hoffe, ich konnte etwas helfen, für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. LLLiebe Grüße Biggi
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