Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, liebe Kristina, mein Kleiner ist 16 Monate alt. Ich stille ihn von Anfang an, auch immer noch 1-3x nachts. Bisher gab es nie ernsthafte Probleme, er ist mein zweites Kind. Auch den Großen habe ich lange gestillt, bis er 2 1/4 Jahre alt war. Gestern Nacht kam plötzlich keine Milch mehr. Vorm Einschlafen war alles noch gut, aber später in der Nacht war Ende. Auch heute tagsüber kaum Milch. Es ist sehr warm draußen und im Schlafzimmer, aber das war es auch schon in den letzten Wochen immer mal. Der Kleine bekommt Zähne - auch das ist nichts Neues. Ich esse wie gewohnt, ich trinke wie immer. Was kann das bloß sein? Dass keine Milch kommt, merke ich daran, dass er nicht schluckt (das hört und spürt man ja), auch ruft er immer wieder "mehr mi" und ist ganz und gar unzufrieden. In der Nacht wachte er gefühlt alle 10 min auf und weinte und versuchte zu trinken. Heute geht es uns entsprechend mies. Habt ihr einen Tipp für mich? Vielleicht sollte ich versuchen, ihm zu erklären, dass die Milch nun alle ist? Prinzipiell hätte ich nichts dagegen, aufzuhören, weil ich in einigen Wochen wieder arbeiten gehe. Ich würde es aber nicht darauf anlegen. Leicht verzweifelte Grüße Zweizahn
Kristina Wrede
Liebe Zweizahn, es klingt wirklich nach einer "Störung" des Milchspendereflexes. Der ist dafür zuständig, dass die Milch fließt. Er ist anfällig für Stress, und auch für ganz "subtile" Gedanken der Mutter. Möglicherweise denkst du dir tatsächlich "es wäre gar nicht schlecht, wenn das jetzt aufhört" und dein Körper kommt deinem Wunsch nach. Jetzt hast du die Chance, das noch einmal kurz abzuchecken: Möchtest du nun abstillen, dann pack die Gelegenheit beim Schopf. Willst du weiterstillen, dann bring ein wenig Geduld mit, und stell dir in Gedanken vor, wie deine Milch sprudelt und fließt (das hilft wirklich!!), und wenn es dann nicht klappen sollte, tröste dein Kind und sag ihm, dass es bald besser wird. Das, was du in dir trägst und ausstrahlst ist das, was dein Kind als "normal" und akzeptabel betrachten wird :-) Lieben Gruß, Kristina
Mona010
Liebe Zweizahn, das hört sich für mich so an, als hättest Du keinen Milcheinschuss! Kann es sein, dass Du derzeit viel Stress hast oder sonst irgendwie angespannt bist? Mein Sohn ist gerade 14 Monate alt, auch mein zweites Kind und bei ihm muss ich mich auch ganz bewusst entspannen, damit der Milchspendereflex ausgelöst wird, bis dahin ist er sehr ungeduldig. Ich spreche ihm gut zu, dass er es noch ein wenig probieren soll, wenn er aufgibt und nach einiger Zeit spüre ich dann das Ziehen in der anderen Brust und merke auch an seinem Trinken, dass nun die Milch fließt. Wenn er nicht lang genug an einer Seite trinken mag, dann wechsel ich immer wieder die Seiten hin und her, bis der Reflex ausgelöst wird. Während er an der einen Seite trinkt kommt offensichtlich eine kleine Menge Milch auf der anderen Seite nach und so hält er länger aus. Mir hilft es auch mich ganz bewusst noch mal zu entspannen, die Schultern bewusst hängen zu lassen, mir vorzustellen, wie die Milch aus der Brust fließt, vorher oder während des Stillens etwas zu trinken, mehr zu schlafen etc. Versuche auch etwas Zeit für Dich alleine freizuschaufeln und Dich ganz bewusst zu entspannen. Nach einem warmen Bad fließt bei mir die Milch leichter, als wenn ich schon den ganzen Tag mit beiden Kindern Aktion hatte oder in der Nacht kaum geschlafen habe. Wenn ich ganz müde bin, dann fließt in der Nacht die Milch übrigens bei mir auch nicht, auch wenn ich da vielleicht entspannt bin. Ich hoffe ich konnte Dir ein paar Anregungen geben und würde mich über eine Rückmeldung freuen. Liebe Grüße Mona
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