Mitglied inaktiv
Hallo Frau Heindel, ich hatte mich schon einmal vor einiger Zeit an sie gewandt, sie konnten mir damals helfen, vielen Dank dafuer! Mein Sohn ist 15 Monate alt, wir nach Bedarf gestillt (was noch ziemlich oft ist...) und er isst extrem gut bei uns am Tisch mit. Teilweise sogar mehr als sein 3 jaehriger Bruder! Eines meiner groessten Probleme ist, dass der Kleine eine Milchproteinintoleranz hat und ich ihn nicht unbedingt auf Sojabasierte Flaschennahrung umstellen moechte. Ich moechte auch noch nicht sofort abstillen, aber er ist total auf die Brust "fixiert" und ich moechte nicht ueber den 2. Geburtstag hinaus stillen. Wie stelle ich es an, ihn sanft und graduell abzustillen und wie lang vorher sollte ich anfangen? Ich habe Ihre Tips in anderen Abstillthreads gelesen und frage mich, ob das bei uns ueberhaupt klappen kann, da mein Sohn sehr an der Brust haengt. Er stillt morgens ab ca. 5 Uhr bei uns im Bett bis halb 7 kontinuierlich, dann ueber den Tag verteilt je nac Tagesform. Zum Schlafen gehen gehoert es dazu, dass ich ihn (fast) bis zum Schlaf stille und wie ich das umstellen koennte ist mir auch schleierhaft. Nachts kommt er noch so ein oder 2 mal. Der Kleine hat einen sehr starken Willen und laesst sich mit Kuscheln nicht wirklich ablenken, wenn er nuckeln/trinken will. Er noergelt/weint/bruellt solange bis er kriegt was er will. Und das laengste, was ich je ausgehalten habe (nachdem er schon ne halbe Stunde getrunken hatte nachts!!!) war 2 Stunden Bruellen mit immer wieder hingehn, was ihn aber nicht beruhigte. Er kann mich auch in aller Oeffentlichkeit ausziehen, wenn er "ran" will, wenn ich nicht grad nen Neoprenanzug anhabe, dann schafft er es =-O Ich hoffe sehr, dass sie wieder einen tollen Tip fuer mich haben! Liebe Gruesse, Alexandra P.S. Fast vergessen: sein Bruder trinkt morgens einen Kakao aus der Flasche und das will er jetzt auch, da geb ich ihm Sojakakao in einer Flasche und er liebt es. Allerdings scheint das die Dauer und Haeufigkeit des Stillens nicht zu beeinflussen...
Kristina Wrede
Liebe Eisbärin, es gibt Kinder, die stellen uns vor große Herausforderungen. Und manchmal haben wir auch fast ein bisschen "Angst" vor den heftigen Reaktionen unsere Kleinen. Ich weiß nicht, ob ich wirklich einen "tollen Tip" auf Lager habe, ich kann nur 2 Dinge sagen. Doch zuvor möchte ich gern dass Sie wissen, dass Ihr Sohn sich garantiert irgendwann auch von selbst abstillt, wenn auch wahrscheinlich erst (weit) nach dem 2. Geburtstag - was aber keineswegs bedeuten muss, dass Ihre Brust ihm ad libitum zur Verfügung stehen muss. Werden die Babys älter kann man Spielregeln einführen, die - hält man sich auch selbst ganz konsequent daran - von den Kleinen auch angenommen werden. Hier aber nun meine Tips: 1. Überlegen Sie sich, welche Stillmahlzeit Sie zu aller erst entwöhnen möchten. Dann, was Sie als Alternative bieten können, sowohl, was die Ernährung betrifft, als auch, was den "Kuschelfaktor" und die Beschäftigung angeht. (Z.B. könnte es bedeuten, dass Sie morgens mit ihrem Kind um 5 Uhr aufstehen müssen, ein Frühstücksei kochen -falls er das mag- und ihn so von der Brust "ablenken".) Ja, es kann ganz schön stressig sein, darum ist es wichtig, dass man sich das erst einmal genau überlegt. 2. Es ist total normal und ein Zeichen dafür, dass Ihr Kleiner nicht auf den Kopf gefallen ist, wenn er protestiert, sobald Sie etwas an den lieb gewordenen Gewohnheiten ändern möchten. Das ist ok und er sollte das auch dürfen - was nicht bedeutet, dass er seinen Willen auch durchsetzen muss. Viele Babys protestieren lautstark, und wenn nach 1 oder 2 Stunden (oder 30 Minuten...) die Mama doch nachgibt, dann hat das Kind gelernt: Ich muss nur laut genug schreien, dann bekomme ich, was ich will. Konsequenz ist also auch hier schon eine ganz ganz wichtige Sache. Darum ist es ja auch so wichtig, dass man sich zuerst Gedanken macht, und erst dann etwas ändert... Wenn Ihr Kind weint und schreit, dann lassen Sie ihn, bleiben Sie in seiner Nähe, bis er Körperkontakt akzeptiert (manchmal hilft es, die Kleinen zu bestätigen: "Nicht wahr, du bist ganz schön sauer, weil du jetzt nicht trinken darfst. Ich versteh das, ich wäre auch sauer. Doch du weißt, wir haben das abgemacht, dass am Frühstückstisch (o.ä.) nicht mehr gestillt wird. Komm her, ich kuschele deinen Ärger weg..."). Was den Milchersatz angeht, so kann Ihr Kinderarzt Sie sicher gut beraten. Eiweiß und Calcium gibt es ja nicht nur in der Milch, so dass es meist problemlos möglich ist, ein Kind Kuhmilchfrei zu ernähren... Ich hoffe, dass diese Antwort Ihnen wieder ein bisschen weiter hilft. Ganz lieben Gruß, Kristina
Ähnliche Fragen
Liebe Biggi, meine Tochter ist nun 7 Monate alt und das Stillen hat für uns beide immer prima funktioniert. Doch nun wird sie immer agiler und meine schon immer sehr üppige Milchproduktion macht mit inzwischen häufig Probleme. Ich möchte daher in den nächsten 2-3 Monaten langsam aber sicher abstillen. Dabei gibt es aber leider ein paar Hürden: ...
Liebe Biggi, ich hatte dir bereits Anfang des Jahres geschrieben. Mein Sohn ist inzwischen 15 Monate alt und kam an 33+6 durch eine Not-Sectio zur Welt mit anschließenden Neo-Intensiv Aufenthalt. Trotz Stillberatung sind wir leider nie komplett vom Pumpen weggekommen. Mittlerweile Stille ich gar nicht mehr herkömmlich, sondern Pumpstille nur noch. ...
Liebe Biggi, Meine Tochter wird nächste Woche eins und stillt noch seeeehr viel. Sie sollte ja bereits mehr essen, bevorzugt die Milch. Daran müssen wir weiter arbeiten. Nun ist es so, dass bei mir eine Op bevorsteht, wofür ich abgestillt haben muss (Nabelbruch, dafür müssen die Hormone wieder "normal" sein). Nun wollte ich erst nachts abstillen, ...
Guten Tag, Ich bräuchte gern ein paar Ratschläge und Tipps zwecks Abstillen. Meine Tochter wird demnächst 17 Monate alt und ich habe sehr unsere gemeinsame Stillzeit genossen. Doch mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr Stillen möchte. Meine Tochter stillt noch häufig. Mindestens 2 mal an einem Kitatag, am Wochenende ...
Hallo, mein Baby ist 8 Monate und isst 4 Mahlzeiten am Tag (Brei). Zwischenzeitlich trinkt er schon Pre statt dem stillen seit cirka 3 Tagen. Ich habe nur mehr in der Früh, Abends und nachts gestillt. Allerdings ist nach einigen Stunden leichter Druck in der Brust. Ausstreichen geht nicht, da keine Milch austritt. Hilft vielleicht Salbeitee? Soll ...
Hallo 😊 ich hoffe, Sie können mir vielleicht helfen. Ich leide gerade sehr darunter, dass meine Tochter (20 Monate) vor einer Woche plötzlich abgestillt hat, weil ich definitiv noch nicht bereit war diese Ebene der Beziehung zu verlassen. Meine Tochter hatte am Montag einen kleinen Unfall, bei dem sie sich auf die Zunge gebissen hat, was sehr geblu ...
Hallo! Mein Sohn ist nun 19 Monate alt und ich würde gerne bald abstillen. Momentan wird er nur noch zum Mittagsschlaf und nachts gestillt. Mein Mann und ich sind uns sehr unsicher, wie wir das abstillen gestalten können ohne, dass es mit nächtelangen exzessiven schreien endet. Wir haben versucht tagsüber ohne Stillen mit ihm schlafen zu gehen, a ...
Hallo! Mein Sohn ist nun 19 Monate alt und ich würde gerne bald abstillen. Momentan wird er nur noch zum Mittagsschlaf und nachts gestillt. Mein Mann und ich sind uns sehr unsicher, wie wir das abstillen gestalten können ohne, dass es mit nächtelangen exzessiven schreien endet. Wir haben versucht tagsüber ohne Stillen mit ihm schlafen zu gehen, a ...
Liebe Biggi, mein Kind ist aktuell knapp über zwei Jahre alt und wird noch gestillt. Nach Trennung von meinem Expartner hat das Stillen sogar noch zugenommen und mein Kind will am Tage und nachts noch verhältnismäßig häufig gestillt werden (viel Unruhe und Spannungen). Jetzt war mein Expartner beim Kinderarzt und hat sich zum Abstillen beraten las ...
Versehentlich doppelter Beitrag