Plötzliches Abstillen unterstützen

 Biggi Welter Frage an Biggi Welter Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

Frage: Plötzliches Abstillen unterstützen

Hallo Frau Welter, Seit ein paar Tagen muss ich leider hochdosiertes Cortison und Antihistaminika einnehmen. Deshalb musste ich meinen Sohn, 26 Monate alt, plötzlich abstillen. So war eigentlich nicht mein Plan.... ich habe ihm erklärt, dass die Milch jetzt kaputt ist und er die nicht mehr trinken darf. Sonst darf er noch an den Busi. Jetzt legt er sich drauf und küsst die Brüste ab, anstatt zu trinken. Er hat sich nicht einmal beschwert. Er ist aber ein sehr sensibles Kind und ich merke, wie es ihn bedrückt. Er wirkt sehr traurig und möchte seitdem gerne alte Stillbilder von und anschauen, als er noch ein Baby war und sagt dann traurig Busi kaputt. Vor allem vor dem Einschlafen geht er das alles noch einmal durch... natürlich schläft er jetzt ohne auch viel weniger da später ein und früher wach. Ich habe nun auch druckschmerzhafte Brüste. Soll ich die abpumpen und das allmählich ausschleichen oder soll ich abwarten? Ich trinke fleißig Pfefferminztee. Die Milch hatte übrigens tatsächlich einen leicht grünlichen Schimmer... psychisch zieht mich das Abstillen irgendwie auch runter und ich habe das Gefühl, eine Verbindung bricht ab oder sie wird eben anders...   liebe Grüße 

von Christa_2010 am 23.05.2024, 11:12



Antwort auf: Plötzliches Abstillen unterstützen

Liebe Christa_2010,   bitte hole dir eine zweite Arztmeinung ein, du musst nicht abstillen, wenn du das nicht möchtest! Schau mal: https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/prednison Es gibt auch stillverträgliche Antihistaminika. Wir können und dürfen hier keine medizinische Beratung machen, bitte lass dich vom Arzt oder Apotheker beraten. Bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich dein Arzt oder Apotheker jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030 30308 111 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Wenn du trotzdem abstillen möchtest, solltest du auf alle Fälle ausstreichen oder abpumpen. Du solltest dann das Pumpen langsam zurückfahren und langsam und allmählich vorgehen und auch nicht gleich komplette Pumpzeiten ausfallen lassen, sondern eine Mahlzeit nach der anderen langsam immer weiter verkürzen und verringern. Pumpe anfangs zu den gewöhnlichen Stillzeiten ab, aber immer etwas kürzer. Irgendwann kannst du dann eine Pumpsitzung ganz auslassen. Wenn die Brust zwischendurch doch noch spannt oder zu voll wird, kannst du wieder ausstreichen oder abpumpen, achte bitte darauf, nur so viel Milch zu entleeren, bis der Druck nachlässt und du dich wieder wohl fühlst. Bitte pumpe nicht länger, da sonst die Milchbildung wieder angeregt wird. Zusätzlich kannst du die Brust kühlen. Außerdem kannst du deinen Salzkonsum einschränken und evtl. auch eine Tasse Salbeitee trinken. Gute Besserung und liebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 23.05.2024



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