Leazara
Hallo liebe Stillberaterinnen, leider bekomme ich in etwa 7 Tagen meine erste Chemotherapie und muss daher abstillen. Wegen Kontrastmittel bei einer Untersuchung hatte ich schon 48h Stillverbot und dies selbstverständlich auch eingehalten. Eigentlich wollte ich meine Tochter (15Monate) nach den geschafften Nächten (mit wirklich fiesem Schreien, verständlich) gar nicht erst wieder ran lassen. Allerdings bin ich schwach geworden. Ich habe sie in drei Nächten doch rangelassen, wenn auch nicht zum Einschlafen. Sie zahnt, hat die Verdauungsumstellung auf Normalkost und hat eine extreme Fremdelphase. Es reicht nicht mal, dass jemand den sie gut kennt sie so hält, dass sie bei einer Untersuchung Körperkontakt mit mir hat, nein, nur ICH soll sie halten. Sonst brüllt sie alles zusammen. Wäre ich nicht so krank wäre alles kein Problem. Ich stille gerne, meine 3Jährige bis sie zwei war noch einschlafgestillt. Wie mache ich es nun am besten, dass sie bis zum 2. Januar abgestillt ist? Alles hat sich erst jetzt im Dezember ergeben. Bisher habe ich recht viel gestillt und sie hat wenig gegessen und daher auch Eisentropfen (erst nach Befund) bekommen. Nun isst sie aber auch Baby- bzw. Kleinkindkost. Ablenken geht nachts auch nicht. Ich kann ja nicht die ganze Nacht mit ihr am Wasserhahn planschen....funktioniert auch nicht immer. Tagsüber ist es kein Problem. Sie schläft dann mittags im Ergobaby ohne Brust ein. Danke für einen Tipp! Oder hilft tatsächlich nur, es auszuhalten? Aber selbst diese Info von einer Expertin würde mir schon helfen. Viele Grüße leazara PS Salbeitee trinke ich schon, mit mäßiger Wirkung. Meine Brüste sind aber nicht das Problem hierbei.
Liebe leazara, es tut mir leid, dass Du das durchmachen musst und ich wünsche Dir viel Kraft und Unterstützung für die nächsten Monate. Hast Du probiert, Deinem Baby in der Nacht die Flasche mit Pre-MIlch anzubieten? Oft wird das nach einigen Tagen akzeptiert und in diesem Alter hat ein Baby meist auch in der Nacht noch Hunger. Ich gebe dir jetzt Tipps, wie dein Baby die Flasche nimmt. Lass immer JEMANDEN ANDEREN die Flasche anbieten, mach es nie du selbst. Es gibt einige Tricks, die helfen können: - versucht die Flasche anzubieten, wenn das Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird es keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lass die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, die Unterlippe damit kitzeln, damit das Kind selbst ihn nimmt; - dein Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach dir riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - probiert verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - versuche, verschiedene Trinkpositionen ausprobieren zu lassen; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probiere, die Flasche zu geben, wenn dein Baby schläft; gib nicht sofort auf, wenn es nicht klappt, probiert es weiter - aber bedenke auch, dein Baby kann auch aus einer Tasse, vom Löffel, mit der (Kunststoff-) Pipette oder dem "Soft Cup" gefüttert werden - es muss nicht zwangsläufig eine Flasche sein. Wenn Du magst, kannst Du mich gerne anrufen, ich könnte Dir ein paar Tipps für die kommende Zeit geben - ich habe das alles hinter mir und würde Dir gerne ein wenig Mit machen. LLLiebe Grüße, sei umarmt Biggi
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