Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

teilweises Abstillen

Frage: teilweises Abstillen

Mitglied inaktiv

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Ich habe wieder begonnen, 3 Vormittage zu arbeiten. Bisher habe ich voll gestillt. Jeremias wird am 24.9. vier Monate alt. Meinbe Absicht war, weiterhin zu stillen; an den drei Arbeitstagen sollte er Vormittags zwei Fläschchen bekommen. Aber: Er trinkt nicht sehr gut und ich laufe in der ARbeit über. Meine Fragen: Soll ich die Vormittagsmahlzeiten generell durch Fläschchen ersetzen - wie mache ich das (abpumpen und die Milch wegschütten oder übergehen lassen?). Kann ich Jeremias bereits Karotten geben? Vielen Dank MfG Christina


Biggi Welter

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? Liebe Christina, kein Wunder, dass Ihre Brust zu spannen und „überzulaufen" beginnt, wenn plötzlich nicht mehr gestillt wird. Die Brust ist ein eher träges Organ, das keine plötzlichen Veränderungen mag. Sie haben nun mehrere Möglichkeiten: 1. Sie pumpen während Ihrer Arbeitszeit ab, sammeln die Milch und Ihr Kind bekommt während Ihrer Abwesenheit die abgepumpte Milch. 2. Sie pumpen während Ihrer Arbeitszeit ab und gießen die Milch weg (schade), Ihr Kind bekommt während Ihrer Abwesenheit künstliche Säuglingsnahrung und an den Tagen, an denen Sie nicht arbeiten, stillen Sie weiterhin wie gewohnt. 3. Sie pumpen für einige Zeit während Ihrer Arbeitszeit und auch an den anderen Tagen zu dieser Zeit gerade so viel ab, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Zusätzlich wird die Brust gekühlt. So wird die Milchbildung zu diesem Zeitpunkt immer weiter nachlassen und sie können schließlich ganz auf diese Stillzeit (bzw. das Abpumpen) verzichten und Ihr Kind bekommt statt dessen künstliche Säuglingsnahrung. Wenn Jeremias nicht gerne aus der Flasche trinkt, kann er während Ihrer Abwesenheit auch gut mit einem Becher gefüttert werden. Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik nicht aufwändiger oder schwieriger als Flasche geben. Am besten lassen Sie sich es einmal von einer Stillberaterin in deiner Nähe erklären und zeigen. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Ein Kind unter sechs Monaten ist nur recht selten schon bereit für Beikost und wenn dann doch bereits so früh Beikost eingeführt wird, dann kommt es nicht selten vor, dass das Baby recht schnell die Beikost sehr deutlich ablehnt, ganz einfach deshalb, weil es noch nicht so weit ist. Ein Kind ist reif für die Bereitschaft zur Beikost, wenn es die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen läßt. Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Hallo Christina, warum nimmst Du Dir nicht einfach eine Milchpumpe mit auf die Arbeit, pumpst ab, und laesst das Kind am Folgetag mit der abgepumpten Milch fuettern? Alles was Du brauchst ist eine gute Handpumpe (natuerlich mit der entsprechenden Einweisung und Pumpveratung) und einen Kuehlbehaelter mit Kuehlakku um die Milch den Vormittag ueber kuehl zu lagern. Ich arbeite seit 4 Wochen wieder Vollzeit (seit mein Frosch 11 Wochen alt ist) und auf diese Weise hat er bis jetzt nur gute Muttermilch bekommen. Viel Glueck! Krista


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