Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, da ich mit bestimmten Verhaltensweisen meiner Tochter (3 Monate alt) besser umgehen kann, wenn ich sie mir erklären kann, möchte ich dich fragen, ob du vielleicht eine Erklärung für folgendes hast. Fast immer, wenn sie - nach einer längeren Wach- und Spielphase quengelig geworden - an die Brust soll, fängt sie meinen Armen in der Stillposition an zu weinen und sich dagegen zu stemmen. Vorher aber zeigte sie eigentlich, daß sie Hunger hat, fing an zu "meckern", wollte nicht mehr spielen. Nun könnte man ja denken, sie hat noch keinen Hunger. Aber wenn ich sie dann zum Beispiel auf dem Hüpfball beruhige, "stürzt" sie sich nach einer kleinen Weile förmlich an die Brust und trinkt dann wirklich viel. Manchmal schreit sie auch noch mal zwischendurch direkt an der Brust, da sie aber dann keinen Widerstand mehr aufbietet, trinkt sie bald weiter. Problemlos klappt das Andocken, wenn sie gleich nach dem Aufwachen Hunger hat. Das beschriebene Verhalten ist also nur nach einer längeren Spiel- bzw. Wachphase. Kann es sein, wie Hannah Lotrop in ihrem Stillbuch andeutet, daß meine Tochter "beleidigt" sein könnte, daß ich nicht sofort auf ihr erstes Gemeckere mit der Brust reagiere??? Schmerzen o.ä. Erklärungen scheiden eigentlich aus, weil es immer die gleiche Situation ist, in der sie "streikt". Ich frage auch hauptsächlich deshalb, weil ich mir von Besuch schon öfters anhören mußte, "sie hat doch gar keinen Hunger". Hat sie aber, und weint nur noch um so mehr, bis wir beide es dann endlich geschafft haben, daß sie an die Brust geht. Zum Glück bin ich dabei recht ruhig.
? Liebe Petra, Weinen oder auch deutliches „Meckern" sind sehr späte Hungerzeichen und es gibt Babys, die nicht mehr gut an die Brust zu bringen sind, wenn so lange gewartet wird, bis sie diese letzten Hungerzeichen zu erkennen geben. Nicht weil sie „beleidigt" sind, sondern einfach weil sie inzwischen schon recht aufgebracht sind und sich erst wieder beruhigen müssen. Ich liste dir einmal die Hungerzeichen auf: • saugende Bewegungen • Sauggeräusche • Lecken an den Lippen • die Zunge herausstrecken • Schnelle Bewegungen der Augen • Hin- und Herdrehen des Kopfes (Suchbewegungen) • Ruhelosigkeit bei Neugeborenen ist es auch ein Hungerzeichen, wenn es die Hand an den Mund führt, später ist dies jedoch kein Hungerzeichen mehr, da dann die Koordination von Auge und Hand geübt wird. Vielleicht ist das rechtzeitige Erkennen der Signale deiner Kleinen bereits die Lösung eures Problems. Außerdem solltest Du einmal genau beobachten, wie eine Stillzeit abläuft. Verschluckt sich dein Baby sehr leicht? Hast Du den Eindruck, dass die Milch sehr rasch aus deiner Brust fließt? Fließt deinem Kind Milch aus den Mundwinkeln, weil es beim Schlucken nicht nachkommt? Wenn Du die obigen Fragen mit „Ja" beantworten kannst, dann könnte es sein, dass Du einen sehr starken Milchspendereflex hast und dein Baby mit der plötzlich in großer Menge fließenden Milch nicht zurechtkommt und deshalb abwehrend reagiert. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (leg Dir eine Windel zum Auffangen der Milch hin und vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg-auf-Stillen". Dazu hältst Du Dein Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Deine Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnst Du Dich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützt Du Dein Baby von unten mit zwei Kissen in Deinem Schoß und lehnst Dich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. LLLiebe Grüße Biggi
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