Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Schnupfen, Stillen und Beikost

Frage: Schnupfen, Stillen und Beikost

schneemaus77

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Liebe Biggi, Liebe Kristina, unsere kleine Tochter (6 Monate) war bisher noch nicht krank und wurde auch bis Samstag voll gestillt. Nun hat sie seit dem WE Schnupfen - dies behindert sie u.a. beim Trinken an der Brust. Wir haben ihr Sambuccus Nigra gegegen und etwas MuMi in die Nase - nun läuft die Nase (der Schleim löst sich) und das Trinken und Atmen ist etwas besser, aber eben noch nicht optimal. Sie wacht dadurch auch nachts öfters auf und kann nicht mehr so gut (wie sonst) an der Brust einschlafen, weil sie schlecht Luft bekommt. Sie trinkt auch insgesamt weniger, weshalb ich abpumpe, damit meine Brüste nicht so spannen. Sie ist auch recht quengelig. Wir geben hier deshalb viel Aufmerksamkeit und Nähe - das tut ihr gut. Ist das Vehalten normal? Können wir sonst noch etwas tun? Außerdem haben wir am Samstag mit Beikost - Karotte angefangen. Sie ist 2 - 3 Löffel und trinkt ganz wenig Wasser dazu. Ist das okay? Sie hatte nun seit Samstag nachmittag keinen Stuhlgang mehr und als Stillkind hatte sie bisher täglich. Muss ich mir Sorgen machen? Habt Ihr einen Rat?Leider hat sie seit Samstag abend auch einen roten pickeligen Po. Kann das von der Beikost kommen? Herzlichen Dank für Euren Rat. Viele Grüße, Schneemaus


Biggi Welter

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Liebe Schneemaus, es ist völlig normal, dass ein verschnupftes Baby nicht so gut an der Brust trinkt. Bei einem Schnupfen und verstopfter Nase hilft es vielfach, wenn Du das Baby in einer aufrechteren Haltung stillst (dann ist der Druck auf die Ohren geringer) und vor dem Stillen etwas Muttermilch als Nasentropfen verwendest, damit die Nase frei wird (möglicherweise löst sich der Schleim durch die Muttermilchtropfen so dass ev. ein Nasensauger wirkungsvoll eingesetzt werden kann). Außerdem ist es sinnvoll auf eine höhere Luftfeuchtigkeit im Raum zu achten. Für den Darm des Kindes bedeutet die Einführung von Beikost verständlicherweise eine Umstellung und es kann gelegentlich zu Verdauungsproblemen kommen sowohl in die eine, wie in die andere Richtung und das kann den Kindern durchaus mehr oder minder ausgeprägtes Unwohlsein verschaffen. Eine Angabe in Form von "xx Tage kein Stuhlgang ist tolerierbar" lässt sich nicht machen, denn das hängt auch vom Befinden des Kindes ab. Es sollte jedoch nicht massiv eingegriffen werden (z.B. mit der Fieberthermometermethode, Abführmitteln oder Klistieren). Dies ist immer ein Eingriff in den "normalen" Ablauf und kann auch zur Gewöhnung führen, so dass sich ein langfristiges Problem daraus ergeben kann. Leichte Bauchmassage ist in keinem Fall schädlich. Wenn ein Kind allerdings längerfristig Probleme mit festen Stuhlgang oder gar Verstopfung hat sollte auf der einen Seite darauf geachtet werden, dass es genügend Flüssigkeit zu sich nimmt (eventuell einfach häufiger stillen) und auf der anderen Seite sollte die Beikost so gewählt werden, dass sie eher stuhlauflockernd als stopfend wirkt. Gerade die bei uns so beliebten Karotten für Babys führen nicht selten zu Verstopfung (beim Obst gilt dies für Banane), andere Gemüse wie Zucchini, Kürbis, Pastinake, Brokkoli und auch Obstsorten wie Birne werden oft besser vertragen und tragen zu weicherem Stuhlgang bei. Ein Wechsel der Gemüse und Obstarten kann deshalb sehr sinnvoll sein. Außerdem sollte unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. Es lässt sich nicht so ohne weiteres sagen, dass der Ausschlag oder die Pickelchen auf die Karotten zurückzuführen ist. Es kann sein, aber es kann genau so gut eine andere Ursache haben. Feststellen kannst Du es, indem Du die Karotten weglässt für einige Tage. Sollte sich die Haut dann wieder bessern und bei erneuter Gabe von Karotten wieder die Haut wieder schlechter werden, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Karotten auslösend sind, was aber noch nicht als Allergie, sondern zunächst einmal als Unverträglichkeitsreaktion betrachtet werden sollte. Es kann sein, dass dein Kind zur Zeit (noch) keine Karotten verträgt, aber in ein paar Monaten problemlos davon essen kann. Aber wie gesagt, so ganz einfach lässt sich nicht immer sagen"das war schuld an den Pickelchen". LLLiebe Grüße, Biggi


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