Mitglied inaktiv
Hallo, Biggi ! Ich habe langsam doch die Befürchtung, dass meine Milch nicht mehr ganz ausreicht. Melissa ist jetzt genau 4 Monate alt und ich habe von Anfang an gut stillen können. Die Kleine hatte schnell einen regelmäßigen Rhythmus von 3 Stunden entwickelt und seit Ende Juli sogar durchgeschlafen. Seit Anfang September aber will sie immer öfter an die Brust, teilweise schon nach 1 1/2 Stunden wieder, und kommt auch nachts wieder. Bei den Mahlzeiten selber trinkt sie nach meinem Gefühl sehr wenig und spuckt mehr als früher. Am Anfang hab ich mir noch nicht weiter was dabei gedacht, weil das ja ein Wachstumsschub hätte sein können, aber nach drei Wochen müsste der ja vorbei sein, oder? Letzte Nacht ist sie sogar wieder 2 x wachgeworden - sie hat um acht geschlafen und wollte dann um halb zwölf und dann wieder um drei gestillt werden. Heute morgen dann wieder um halb sieben. - Ganz ungewöhnlich ! Sollte ich vielleicht doch schon mit Brei-Füttern anfangen oder abends Flaschen-Nahrung geben? Wenn Flaschen: dann die erste Säuglings-Nahrung oder gleich die ab dem 4. Monat? Vielen Dank für Deine Hilfe im Voraus, Gruß, Conny
? Liebe Conny, ich bin ziemlich überzeugt, dass deine Milchmenge absolut ausreichend ist. Das von dir beschriebene Verhalten ist nicht ungewöhnlich für ein Kind in diesem Alter und liegt nicht an der Ernährung, sondern ist entwicklungsbedingt. Deshalb würde auch die Einführung von Beikost (für die es ohnehin noch zu früh sein dürfte) oder die Gabe von künstlicher Säuglingsnahrung nichts ändern. Schau dir dein Kind einmal an, sind die folgenden Punkte erfüllt: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sollten diese Punkte wider Erwarten nicht erfüllt sein, wenden dich bitte an deine Kinderärztin/arzt und eine Stillberaterin vor Ort, so dass gemeinsam überlegt werden kann, welche Maßnahmen erforderlich sind. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi
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