Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

nährstoffe in der milch

Frage: nährstoffe in der milch

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hallo! meine tochter (3 monate alt) trinkt seit kurzem nicht mehr alle 2, sondern alle 3 stunden ungefähr. trotzdem habe ich eher den eindruck, als wenn weniger milch als vorher da wäre, sie wird aber satt. ändert sich eigentlich die zusammensetzung der muttermilch, wenn die babys älter werden? oder wird die menge immer mehr? denn sie brauchen ja immer mehr nährstofe, oder? vielen dank!! maryam


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Liebe Maryam, Muttermilch verändert sich in der Zusammensetzung, was den Fett , Eiweiß und Kohlenhydratgehalt betrifft nach der Entwicklung von Kolostrum in Reife Muttermilch nicht mehr. Somit verändert sich auch der Kaloriengehalt der Muttermilch von rund 70 kcal pro 100 ml nicht und zwar gleich, ob das Kind sechs Wochen, sechs Monate oder zwei Jahre alt ist. Vielleicht interessiert Sie aber folgendes: Was sich verändert ist der Gehalt an Antikörpern, der in verschiedenen Altersstufen STEIGT. Passenderweise erhöht sich der Antikörpergehalt der Muttermilch immer dann, wenn das Kind eine Stufe erreicht, in der es mit mehr Keimen in Berührung kommt, z.B. wenn es anfängt zu krabbeln und alles in den Mund zu stecken und auch wieder etwa nach einem Jahr, wenn das Kind nochmals mobiler wird und oft auch mit mehr Menschen zusammenkommt, als als Neugeborenes. Einen Unterschied vermutet man noch im Verlauf einer Stillmahlzeit: Während din den ersten Minuten eher wässrige Vordermilch produziert wird, wird die Muttermilch gegen Ende der Stillmahlzeit gehaltvoller, weil die Hintermilch fettreicher ist. Allerdings gibt es keine schlüssigen Forschungsergebnisse hinsichtlich dem Moment, ab dem diese Hintermilch produziert wird. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich, und dies ist der Grund dafür, dass wir empfehlen, das Baby so lange zu trinken, bis es von selbst zeigt, dass es "fertig" ist mit einer Seite. Meist sind die größeren Babys tatsächlich "effizientere" Sauger und sind schneller mit ihren Stillmahlzeiten fertig. Stillen Sie einfach weiterhin nach Bedarf, dann wird sich Ihre Tochter schon holen, was sie braucht. Solange sie gut gedeiht und zunimmt, gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Herzlichen Gruß, Kristina Heindel


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