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Hallo Biggi, meine Tochter ist jetzt 23 Wochen alt und wird vollgestillt. Seit einer Woche verhält sie sich aber anders als sonst: Wenn wir zu Hause selber essen, will sie unbedingt auch davon. Da wir das eigentlich noch nicht wollen, bekommt sie nichts, aber sie schreit dann wie am Spieß. Aus Verzeiflung gebe ich ihr dann manchmal ein Stückchen Brot, an dem sie herumkaut (Zähne hat sie noch nicht) bzw. nuckelt. Dann ist sie zufrieden. Beim Stillen habe ich nun zunehmend das Gefühl, sie würde nicht richtig satt. Sie will zwar nicht häufiger an die Brust (alle 1 bis 2 Stunden ist ohnehin ihr Rhythmus), trinkt aber deutlich länger, wenn sie gestillt wird (statt 10 min mindestens 20). Nachts hat sie Phasen, in denen sie alle 30 min trinken will. Wird mein Kind nicht mehr satt genug? Noch mehr stillen ist schon fast nicht mehr möglich :-( Aber ich dachte, sie ist noch zu jung für Beikost? Hast du einen Tipp für mich? Kann man vllt den Fettgehalt der Muttermilch steigern? Vielleicht wird sie dann satter? LG Daniela mit Lena
Kristina Wrede
Liebe Daniela, oft ist es die reine Neugierde, die die Kleinen "mitessen" lassen möchte. Dann kann es helfen, wenn du ihr einen Kunststoff- oder Holzlöffel gibst und einen Teller, in dem du vielleicht ein paar Brocken Reiswaffel gibst. VIele Mütter haben genau zu diesem Zeitpunkt die Sorge, dass ihre Milch nicht mehr reichen könnte. Ob ein Baby aber genug Milch bekommt erkennt man nicht an der "Unzufriedenheit", sondern allein daran, ob es gut gedeiht. Ob es das tut erkennst du an diesen Zeichen: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Am besten lässt du sie wirklich einfach trinken, so oft sie möchte. Das ist die einfachste und effektivste Art, das Angebot an die Nachfrage anzupassen. Keine Sorge, du hast ganz sicher noch genug Milch, um deine Kleine gut zu versorgen! Und deine Milch ist perfekt zusammengesetzt dafür! LIeben Gruß, Kristina
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