Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchstau?! Milch einfrieren...

Frage: Milchstau?! Milch einfrieren...

Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Welter, ich hatte in den ersten Lebenswochen meiner Tochter Probleme links zu stillen. Deshalb hat sie erst nur rechts getrunken, weshalb nun eine Ungleichheit der Milchproduktion vorliegt. Oft spannt die Brust rechts und die Milch staut etwas (Knotenpunkte fühlbar). Gestern und heute mußte ich zur Erleichterung abpumpen. Einmal nach einer langen Nacht.. Und einmal nach einem Sonnenbad, wonach die Brust besonders voll war. Und ich habe 100 ml rausbekommen, obwohl meine Tochter schon getrunken hatte und ich sie nichtmal (beim Pumpen) ganz entleert habe. Gerade kühle ich mit einem tuchumwickelten Akku. Haben Sie Tips, wie ich das Problem behandeln könnte?! Links ist die Milchproduktion ok, weshalb ich keinen Pfefferminztee o. ä. trinken will, damit sie insgesamt weniger wird. In meinem Stillbuch steht, daß man dann nur einseitig (die volle Seite) stillen soll. Aber wird die Produktion dort dann nicht noch mehr angeregt?! Die abgepumpte Milch habe ich nun eingefroren. In 2 sterilisierten Plastikflaschen.. mit Gefriertüten (zum Schutz gegen Schmutz) umwickelt. Nun habe ich gelesen, daß Glas besser ist.. Dann kaufe ich mir für die Zukunft ne Glasflasche. Diese Tütchen habe ich mir noch nicht gekauft. Aber für diese beiden Flaschen jetzt.. ist es schlimm, daß ich normale Plastikfläschchen (NUK & No Name) verwendet habe?! Oder besteht nur die Gefahr, daß sie durch das Einfrieren/Auftauen/Erhitzen kaputt gehen?! Das wäre mir in diesem Fall egal. Möchte nur keine Schadstoffe an meine Kleine weitergeben.. Danke für Ihre Hilfe vorab.. Julia


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Julia, Sie können ein wenig unterstützend eingreifen, indem Sie die Brust immer dann, wenn sie unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Behälter für die Aufbewahrung von Muttermilch können aus Glas oder Plastik sein. Bei der Wahl des Gefäßes muss darauf geachtet werden, dass es gut zu reinigen ist, eventuell sterilisiert werden kann, lebenmittelecht ist und dicht verschlossen werden kann. Wird Muttermilch in Glas oder Kunststoffflaschen eingefroren, sollte beim Einfüllen jedoch etwa zwei Platz bleiben, damit sich die Milch beim einfrieren ausdehnen kann, ohne dass die Flasche platzt. Erhält das Baby seine Nahrung überwiegend direkt an der Brust und bekommt es nur gelegentlich abgepumpte Milch, ist es nicht so wichtig, welcher Behälter zum Aufbewahren der Milch verwendet wird. Das Material des Aufbewahrungsbehälters ist nur dann von Bedeutung, wenn das Baby hauptsächlich mit abgepumpter Muttermilch ernährt wird. Die Forschung widerspricht sich in Bezug auf die Vor und Nachteile von Behältern aus verschiedenen Materialien. Die Dauer der Aufbewahrung spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Letztlich gibt es keine eindeutige Entscheidung für oder gegen Glas bzw. Plastikflaschen. Ich zitiere dazu aus dem "Breastfeeding Answer Book", Mohrbacher, Stock, 1997: "Die Untersuchungen über Behälter aus unterschiedlichen Materialien sind spärlich und die Schlussfolgerungen sind widersprüchlich, wobei die meisten Empfehlungen auf wenigen Informationen beruhen. Zum Beispiel wurde in einer Untersuchung (Paxton und Cress 1979) festgestellt, dass mehr Leukozyten aus der Muttermilch an Glas haften als an Plastik. Das führte zu der Empfehlung, dass frische Muttermilch besser in Plastikbehältern als in Glasbehältern aufbewahrt werden soll. (Glas wurde weiterhin zum Einfrieren empfohlen, da beim Einfrieren die Leukozyten abgetötet werden) Eine zweite Studie (Pittard und Bill 1981) komplizierte die Sache, weil herausgefunden wurde, dass unterschiedliche Leukzytentypen unterschiedlich auf Glas reagieren. Eine dritte Studie (Goldblum 1981) überzeugte viele davon, wieder Glas zu empfehlen, weil sich herausgestellt hatte, dass die Dauer der Aufbewahrung der Milch entscheidend ist. Viele der am Glas anhaftenden Leukozyten lösten sich im Laufe der Zeit wieder und nach 24 Stunden erhöhte sich der Leukozytengehalt der Milch, die in Glasbehältern aufbewahrt wurde, stärker als der derjenigen Milch, die in Plastikbehältern aufbewahrt wurde." LLLiebe Grüße Biggi Welter


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