Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchspendereflex und Beikost

Frage: Milchspendereflex und Beikost

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi! Jetzt brauch ich schon wieder deine Hilfe. Ich hab dich ja schon am Wochenende zu Rat gezogen wegen meiner Brustentzündung. Jetzt möchte ich gerne ganz normal weiterstillen, aber mein Milchspendereflex setzt nicht mehr so ein wie früher. Sonst war meine Brust auch immer ziemlich voll nach 3 Stunden, aber seit ich die Entzündung hatte, und zu dieser Zeit nur 3 mal am Tag abgepumpt habe scheint die Milch zurückgegangen zu sein. Meine Kleine nuckelt und nuckelt und es kommt nix. Soll ich einen Tag nur entspannen und sie öfter anlegen und vielleicht die Beikost an diesem Tag weglassen??? Dann hab ich noch eine Frage. Sarah bekommt zu Mittag immer Gemüse und die Kinderärztin meinte, ich solle sie nicht mehr stillen wenn sie ein ganzes Gläschen schafft. Ich finde aber ein ganzes Gläschen ist schon sehr viel, sie isst allerhöchstens ein halbes und dann hab ich ihr noch immer ein paar Schluck Wasser gegeben. Sollte ich sie bei einem halben Gläschen nachher noch stillen. Und wann soll ich bei einer weiteren Mahlzeit zufüttern??? Und vorallem welche Mahlzeit soll ich als nächstes zufüttern oder ist das egal??? Ich hätte jetzt am Abend mit Hipp Milch-Obstbrei begonnen oder ist das verkehrt. Ich bin wieder mal total verunsichert und alle erzählen mir was anderes! Danke für deine Hilfe und Geduld!


Biggi Welter

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? Liebe Susanne, nach einer Brustentzündung kann es vorübergehend zu einem Rückgang der Milchmenge kommen. Da Ruhe ohnehin sehr gut ist, um einen Rückfall zu vermeiden und sich gleichzeitig auf förderlich auf die Milchmenge auswirkt, ist es sicher ein guter Gedanke, wenn Du dir jetzt ein paar Tage Ruhe und Entspannung im Bett oder auf dem Sofa gönnst, bis sich alles wieder normalisiert hat. Ganz gleich, ob ein Baby nur ein paar wenige Löffel Beikost oder eine „ganze Mahlzeit" (wer definiert eigentlich, was das ist) isst, es kann immer und jederzeit weiterhin nach Bedarf und auch unmittelbar im Anschluss an die Beikost gestillt werden. Die Empfehlung lautet eindeutig, dass ab etwa sechs Monate angemessene Beikost angeboten werden sollte und weiterhin nach Bedarf gestillt werden sollte. Bei einem Kind das bereits Beikost erhält, gilt, dass die Muttermilch weiterhin ausreicht, um seinen Flüssigkeitsbedarf zu decken, wenn es weiterhin nach Bedarf gestillt wird. Allerdings ist es empfehlenswert parallel zur Beikost auch den Becher mit Wasser einzuführen (Wasser ist das optimale Getränk für Kinder wie für Erwachsene). Welche Mahlzeit Du als nächstes einführst, bleibt dir überlassen. Orientiere dich doch auch an eurem Alltag und euren Essgewohnheiten, denn schließlich ist es das langfristige Ziel, dass euer Kind am Familientisch mitessen soll. Solange deine Tochter noch mindestens drei Mal täglich gestillt wird, braucht sie keine andere Milch und auch keinen Milchbrei. Viele Tipps über das Was - Wann und Wie der Beikost und einige Rezepte zum Selberkochen findest Du in dem Infoblatt „Babys erste feste Nahrung" der La Leche Liga, das Du bei der LLL oder jeder LLL-Stillberaterin bestellen kannst. LLLiebe Grüße Biggi


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