Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milch wird weniger

Frage: Milch wird weniger

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Mein Sohn jetzt neun Monate wird voll gestillt. Seit einer Woche ist er Krank. Schwere Bronchitis. wo es ihn besonders schlecht ging hat er einen ganzen Tag nicht die brust genommen, die war dann so voll und knotig, das ich mehrmals ausgestrichen habe. Die Milch hat er denn aus dem becher getrunken. Jetzt trinkt er wieder voll aber nur sehr kurz und meine Brüste sind den ganzen Tag weich und schlaff. Wenn ich ihn öfters anlegen will, weint er und verweigert die brust. Habe aber das Gefühl das er nicht satt wird. was kann ich noch tun damit ich wieder mehr Milch habe. Möchte nicht abstillen!!!!! LG


Biggi Welter

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Liebe Söri05, dein Kind ist neun Monate und wird voll, also ausschließlich gestillt? Ein neun Monate altes Kind stillt sich normalerweise nicht selbst ab, es streikt eventuell an der Brust oder es ist saugverwirrt. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst. Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Ja er bekommt nur Muttermilch, jegliche andere Nahrung möchte er nicht. Danke für die antwort, ich bin gespannt was hilfreich sein wird!Ich komme aus Ilsenburg , 38871


Biggi Welter

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Liebe Söri05, in deiner Nähe finde ich leider keine LLL-Beraterin. Schau doch mal unter http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC), ob es eine Beraterin in deiner Nähe gibt. Verweigert dein Kind noch deutlich länger jegliche Beikost, ist es vielleicht nicht verkehrt, das Kind genauer anzuschauen und eventuell auch die Eisen und Zinkwerte zu kontrollieren. Es kommt zwar eher selten vor, doch manchmal liegt die Essensverweigerung der Kinder gerade an einem Mangel dieser Spurenelemente und dieser Mangel verschärft sich dann noch weiter, wenn das Kind nicht isst. LLLiebe Grüße, Biggi


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