Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Milch noch verwendbar?

Frage: Milch noch verwendbar?

Mitglied inaktiv

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Hallo Kristina, meine Tochter ist jetzt 3 Wochen alt und ich möchte morgen abend zum ersten Mal wieder alleine das Haus verlassen (juhu!). Damit ich und mein Mann beide nicht unter Stress geraten, möchte ich, dass er für den Notfall Muttermilch da hat, die er ihr mit der Flasche füttern könnte. Da ich am Anfang Stillhütchen verwendet habe, habe ich damals einmal täglich zusätzlich abgepumpt, um einen Milchstau zu vermeiden (wurde mir im Krankenhaus empfohlen). Ich habe also noch abgepumpte (eingefrorene) Milch, habe aber auch die elektrische Pumpe noch zuhause. Jetzt meine Frage: Kann ich ihr die früher abgepumpte Milch überhaupt noch geben? Ich habe sie abgepumpt, als die Kleine 10 Tage alt war und jetzt ist meine Tochter wie gesagt 3 Wochen alt. Ist es nicht so, dass sich am Anfang die Zusammensetzung der Milch sehr stark ändert und die abgepumpte Milch vom 10. Tag noch gar keine richtig "reife" Muttermilch, sondern Übergangsmilch war? Ich kann problemlos nochmal Milch abpumpen für morgen, aber ich würde natürlich wenn möglich auch die alte Milch gerne noch verwenden. (Ansonsten tu ich sie ins Badewasser.) Vielen Dank!! Gruß, Sopheak


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Liebe Sopheak, Muttermilch verändert sich in der Zusammensetzung, was den Fett , Eiweiß und Kohlenhydratgehalt betrifft nach der Entwicklung von Kolostrum in Reife Muttermilch nicht mehr. Somit verändert sich auch der Kaloriengehalt der Muttermilch von rund 70 kcal pro 100 ml nicht und zwar gleich, ob das Kind sechs Wochen, sechs Monate oder zwei Jahre alt ist. Wenn Ihre Milch also adäquat eingefroren war, sollte es kein Problem damit geben, wenn Sie die für diesen Abend zum Verfüttern auftauen. Denken Sie darüber nach, ob Sie Ihrem Baby eine Flasche geben lassen möchten. Manche Kinder können davon verwirrt werden und haben später Schwierigkeiten, wieder korrekt an der Brust zu saugen. Auf jeden Fall sollte die Person, die bei Ihrem Baby bleibt und es auch füttern wird, ihm das Trinken aus der Flasche etwas schwerer machen: Wählen Sie dazu einen Schnuller mit dem kleinstmöglichen Loch und halten Sie die Flasche möglichst waagerecht, gerade so schräg, dass Milch den Sauger füllt. Wenn das Baby beim Füttern möglichst im 45 Grad Winkel gehalten wird, dann kann die Schwerkraft nicht dazu beitragen, dass die Milch schnell aus der Flasche fließt. Auch eine Flaschenmahlzeit sollte gut 20 Minuten dauern! Wie lang werden Sie denn von zuhause weg sein? Herzlichen Gruß, Kristina Heindel


Mitglied inaktiv

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Liebe Kristina, danke für die schnelle Antwort und den Tipp, wie man die Flasche halten soll! Ich habe einen Teesauger auf der Flasche, so dass kein fließender Strahl austritt, sondern dass es nur tropft. Ich weiß noch nicht genau, wie lang ich weg sein werde, wahrscheinlich ca. 4 Stunden. Sie hat auch meistens einen Rhythmus von 4 Stunden, aber wenn sie abends unruhig ist, kann es auch sein, dass sie öfters etwas haben will. Und ich weiß nicht genau, ob ich es wirklich hinkriege, sie genau vor meiner Abfahrt zu stillen oder ob das eben doch etwas früher sein wird. Ich habe natürlich auch etwas Angst wegen einer möglichen Saugverwirrung, allerdings hat sie die Umstellung von Stillhütchen auf die Brust auch sehr gut geschafft, so dass ich hoffe, dass sie ein flexibles Kind ist. ;-) Im Krankenhaus wurde ihr anfangs, als sie beim Saugen sehr faul war und mein Milcheinschuss auf sich warten ließ, von den Schwestern die abgepumpte Milch mit dem Löffel gefüttert. Wäre das besser als die Flasche? Nochmal vielen Dank, Sopheak


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Löffel- oder Becherfütterung ist auf jeden Fall "sicherer" als die Flasche, ist aber auch aufwendiger, und ein sehr unruhiges Baby mit einem Arm zu halten und mit dem anderen zu füttern kann eine große Herausforderung für jeden Babysitter werden! Dennoch lohnt sich der Versuch, vor allem wenn bislang zwar Sauger und Flaschen im Haus sind, das Baby sie jedoch noch nicht kennt. Herzlichen Gruß, Kristina


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