Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Kind an Brust anlegen, die eitrig entzündet ist

Frage: Kind an Brust anlegen, die eitrig entzündet ist

KleineBiene0815

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Liebe Frau Welter, vielleicht können Sie mir helfen und ich entschuldige mich schon jetzt für die bildliche Beschreibung zum Thema. 🫡 Mein Kind hat mich beim Stillen in die Brust gebissen und es hat sich eine eitrige Entzündung daraus entwickelt. Die Wunde ist am Warzenhof relativ nah an der Brustwarze und beim Stillen auch im Mund. Von den Schmerzen, die ich aktuell beim Stillen hab, rede ich lieber nicht. 🫠 Nun war ich schon beim Frauenarzt, welche mich zum Abstillen gedrängt und mir ein stillunfreundliches Antibiotika aufgeschrieben hat. 🤬 Meine Hebamme hingegen meint, ich könne und soll sogar mein Kind weiterhin anlegen, auch an die Wunde, Speichel und Muttermilch würden desinfizierend wirken. Bei meiner Hausärztin war ich ebenfalls, um die Wunde reinigen zu lassen (was meine Frauenärztin nicht mal gemacht hat 🤬) und sie meinte auch, ich könne anlegen. Nun ist es so, das mein Kind die Wunde beim Stillen wie gesagt im Mund hat. Ich lege nur an, wenn sich auf der Wunde eine Art Schorf gebildet hat. Wenn mein Kind aber nun saugt, löst sich der aber oft und in Folge dessen trinkt mein Kind beim Stillen die Windflüssigkeit und/oder den Eiter... Schon wenn ich nur daran danke, möchte ich meinen Schatz eigentlich gar nicht mehr an der Seite stillen. Ich habe total Angst, dass das gesundheitliche Folgen für ihn nach sich zieht. Meine Hebamme meint zwar, was die Muttermilch in seinem Mundraum nicht abtöten kann erledigt dann die Magensäure, aber ich will gar nicht daran denken. Was soll ich nun tun? LG und danke schon mal!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe KleineBiene0815, Blut und Eiter schadet deinem Baby nicht, ich stimme deiner Hebamme völlig zu.  Hier erst einmal Tipps für eine Verbesserung der Heilung:   o vor dem Stillen etwas Milch ausstreichen, um den Milchspendereflex auszulösen, bevor das Baby an die Brust anlegt wird.  o an der weniger wunden Seite (so es eine gibt) zuerst anlegen  o nach dem Stillen etwas Muttermilch ausstreichen und auf den Brustwarzen trocknen lassen (dies wird nicht empfohlen, wenn das Wundsein durch eine Soorinfektion verursacht wird, da Soor auf Milch gute Wachstumsbedingungen findet).  o ausreichend hochgereinigtes Lanolin (unter den Handelsnamen Lansinoh, Purelan oder Lanosin erhältlich) auf die Brustwarze auftragen, um sie zwischen den Stillmahlzeiten feucht zu halten (aber nicht zu viel Lanolin verwenden, sonst wird die Brustwarze glitschig und das Baby kann beim Stillen abrutschen).  Es hat sich herausgestellt, dass dadurch der Heilungsprozess bei wunden, offenen und blutenden Brustwarzen beschleunigt wird, wenn diese durch schlechte Stillhaltung, falsche Anlegetechnik oder Saugprobleme entstanden sind.  o zwischen den Stillmahlzeiten Brustwarzenschoner mit großen Öffnungen und Löchern zur Luftzirkulation im Büstenhalter tragen, um die Brustwarzen zu schützen. Es können auch mehrere Einmalstilleinlagen aufeinandergeschichtet und in der Mitte ein Loch, das als Aussparung für die Brustwarze dient, hineingeschnitten werden.   In manchen besonders schlimmen Fällen kann eine vorübergehende Stillpause, während der die Milch von Hand ausgestrichen oder mit einer guten Pumpe vorsichtig abgepumpt wird, sinnvoll sein. Das Baby wird während der Stillpause am besten mit einer alternativen Fütterungsmethode gefüttert. Auch über das Handausstreichen, Abpumpen und alternative Fütterungsmethoden kann dich eine Kollegin vor Ort genau informieren.   Außerdem ist es sinnvoll, dass Du dein Kind so anlegst, dass die Wunde genau in seinen Mundwinkel zu liegen kommt, dann kommt nicht so viel Spannung drauf und sie wird weniger belastet. Ich hoffe, ich konnte dich beruhigen, du musst. Wirklich keine Angst haben! Lieben Gruß Biggi


KleineBiene0815

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Ich muss noch dazu erwähnen, dass: - ich schon mehrmals ein Stillhütchen probiert habe, er das aber leider nicht annimmt. (Verweigert aber seit jener auch Schnuller und Flasche) - ich versucht habe, abzupumpen. Aber auch da löst sich der Schorf meist. Die Milch wäre ja also die selbe. - ich definitiv nicht abstillen möchte. Au,ch wenn mein Kind 13 Monate alt und laut Frauenärztin "schon groß ist und keine Milch mehr braucht" 🙄 Vielen Dank im Voraus für die Hilfe. LG


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