Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Keine Milch nach nur wenig Zügen

Frage: Keine Milch nach nur wenig Zügen

vollverliebtinmika

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Hallo Frau Welter, seit nunmehr 2 Wochen haben mein vollgestiller Sohn Mika, 20 Wochen, und ich ziemlich Stress. Zuvor hat immer alles wundebar (trotz Nuckel ab der 4. Woche!) Mit dem Stillen geklappt! Nach ca. 5 Zügen hastigem Trinken streckt er sich durch und schreit. Dann wechsel ich und das Gleiche Spiel von vorn. Ich tippte zunächst auf Bauchweh - auch durch das Hastige trinken. Hatte dann versucht die Stillabstände von 3-4 Stunden auf 2-3 Stunden zu reduzieren, sodass er ruhiger wird weil evtl. Der Hunger noch kleiner ist - hat nicht geklappt. Auch das Stillen an wirklich ruhigen Orten aufgrund von meiner Vermutung vom Ablenken ist gescheitert - zumal er nachts sogar noch extremer Schreit. Nun habe ich das erste mal abgepumpt um den Milchfluss zu beobachten. Da stelle ich fest, dass die ersten “Züge“ ordentlich was kommt und nach ca. 5 mal pumpen kommt nichts mehr. Dann wechsel ich und das Gleiche passiert auch dort. Gehe ich dann zurück an die erste Brust, kommt wieder erstmal Ca. 5 mal pumpen ordentlich viel und dann wieder nichts....kein Wunder dass mein Sohn dann wütend wird. Können Sie mir helfen und sagen woran das liegt und was ich tun kann? Mfg


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe vollverliebtinmika, Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Immer wieder wird geglaubt, dass man durch Abpumpen erkennen könne, wie viel Milch eine Frau bildet, aber das Abpumpen sagt nie etwas über die wirklich gebildete Milch aus und so hat schon mancher „Abpumptest“ für viele unnötige Tränen gesorgt. Der „Abpumptest“ ist nicht aussagekräftig, wenn es darum geht, festzustellen, wieviel Milch eine Frau bildet. Abpumpen muss gelernt und geübt werden, es muss eine für die Frau passende gut funktionierende Pumpe verwendet werden und selbst die beste Pumpe der Welt kann die Brust nicht so effektiv leeren und zur Milchbildung anregen, wie ein Baby. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Falls Du noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin hast, solltest Du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob sein Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Sie kann dir Tipps zum Anlegen geben. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Welter


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