sumsi07
Man hört immer wieder von stillenden Müttern, dass die Milch auf einmal weg war (wg. Erkältung, Stress, Pille, etc.). Auf der anderen Seite hört man auch immer wieder von Hebamen und auch von anderen stillenden Müttern dass das nicht möglich ist. Sondern dass sich die Milch immer nach Bedarf anpasst (durch häufiges Anlegen und so) und dass immer genug da ist. Ich habe eine Tochter, 14 Wochen und ich stille voll. Es ist nicht immer einfach. Vor kurzem hatten wir die Brust-Schimpf-Phase und als diese vorbei war kam die nächste Phase. Nämlich dass sie ständig an die Brust wollte. Teilweise stündlich!! Und dann trank sie immer sehr sehr lang. Bis zu einer Stunde. Sie ist dann auch quengelig und unruhig. Ich vermute sie hat einen Wachstumsschub. In dieser Zeit kann ich es mir schon vorstellen, dass dann viele Mütter glauben sie haben nicht mehr genug Milch. Meine Mutter und auch Schwiegermutter fragen mich ständig ob ich noch genug Milch habe. Anscheinend glauben sie dass man wenn man einen kleinen Busen wie ich habe, dass man dann auch nicht genug Milch haben kann(sie haben beide übrigens auch einen kleinen Busen und konnten beide nicht lange stillen, weil sie auch zu wenig Milch gehabt haben). Dass sie mich das ständig fragen macht es auch nicht einfacher. Jedenfalls glaube ich schon, dass genug da ist, weil mein Mädchen prima gedeiht und regelmäßig nasse Windeln hat. Bis auf ein paar unruhige Zeiten, vor allem am Abend, ist sie ein zufriedenes Baby. Was stimmt denn nun? Es kann doch nicht sein, dass sich so viele Mütter irren, wenn sie glauben sie haben nicht mehr genug Milch. Wieso gibt es so unterschiedliche Meinungen zum Thema Stillen und „genug Milch“?
Kristina Wrede
Liebe sumsi07, nein, im Grunde geht das nicht. Was aber tatsächlich geschehen kann ist, dass eine Frau zuviel Stress hat, und die damit zusammenhängende Ausschüttung des Stresshormons Adrenalins wirkt hemmend auf das Hormon, das dafür zuständig ist, dass die Milch fließt. Wenn also du das Gefühl hast, dass deine Milch nicht mehr fließt, überleg dir, ob du viel Stress hast. Eine zweifelnde Schwiegermutter oder Mutter kann das auch auslösen :-) Die Größe der Brust hat übrigens ÜBERHAUPT nichts damit zu tun, ob frau stillen kann oder nicht. Die Milch wird von Drüsen gebildet, die 98% aller Frauen entwickeln, egal ob groß- oder kleinbrüstig. Aber du hast Recht: Immer, wenn die Kleinen besonders unruhig sind oder häufig trinken möchten, denken wir Mütter, dass unsere Kinder verhungern. Dabei schauen wir aber meist gar nicht, ob die TATSÄCHLICHEN Hinweise darauf, dass das Baby zuwenig Milch bekäme, überhaupt zutreffen. Also, wie erkennen wir es es? Ob ein Baby gut gedeiht erkennst du an diesen Zeichen: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn also diese Faktoren alle zutreffen, dann bekommt dein Kind auf jeden Fall genügend Milch und ist unruhig aus ganz anderen Gründen. Und es ist so - und das ist absolut ok!! - dass ein Baby all seine Unruhe, Unzufriedenheit etc. an Mamas Brust zu beruhigen sucht. Das hat die Natur so eingerichtet, weil es da einfach am besten funktioniert!! (Unsere Mütter "durften" das nicht zulassen, und DAS ist meist der Grund, warum sie nicht lang stillen "konnten", denn Stillen-nach-der-Uhr funktioniert nun einmal nicht). Schau doch mal, ob du nicht eine Stillberaterin in deiner Nähe ausfindig machen kannst, die vielleicht auch eine Stillgruppe leitet, in der du gleichgesinnte Mütter treffen kannst. Es ist gut, wenn frau nicht nur kritische Stimmen hört :-) Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina
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