Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Immer wieder Milchstau...

Frage: Immer wieder Milchstau...

Hashomy

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Liebe Biggi, liebe Kristina, seit langer Zeit muß ich mich auch mal wieder an Euch wenden. Unser zweiter Sohn ist jetzt ein halbes Jahr alt und sehr gut entwickelt. Kurz nach der Geburt hatte er eine schwere Bronchitis, die eine Woche lang stationär behandelt werden musste, weil er durch den vielen Schleim große Schwierigkeiten beim Trinken hatte, weil er dabei keine Luft bekam. Leider ist der Infekt immer noch nicht ganz ausgeheilt, bzw. vermuten die Ärzte, daß dahinter etwas Chronisches steckt. Wir müssen wöchentlich zur Kontrolle zum Kinderarzt und täglich mehrmals inhalieren und zusätzlich per Aerosol ein Medikament verabreichen. Damit haben wir den Schatz inzwischen schleimfrei bekommen, es gibt aber leider zwischendurch immer wieder Phasen, wo das Trinken problematisch ist. Er möchte dann sehr oft gestillt werden, was ich ihm dann auch nicht verwehren möchte. Außerdem bekommt er seit drei Wochen Beikost, was aber eher schlecht als recht funktioniert. Dazwischen leide ich dann im letzten Monat besonders oft an Milchstaus. Der letzte kam ohne Vorwarnung mit starkem Fieber und bei mir ging "nichts mehr". Da mich die Sorgen um das Kerlchen sehr stressen und wir immer wechselnde Trinkphasen haben, kommt es immer wieder zum Milchstau, gerade spüre ich die ersten Anzeichen in Form von Schmerzen (in beiden Bruesten) :'( keine zwei Wochen nach dem letzten. Was kann ich selbst tun, damit ich nicht mehr so überempfindlich reagiere und wir wieder entspannter da heran gehen können? Ich fühle mich seit der Geburt täglich "fertiger"... Danke für Eure Empfehlungen! Hashomy


Biggi Welter

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Liebe Hashomy, um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden angelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass dieses Problem sehr oft zusammen mit viel Stress auftritt und es der Frau deutlich besser geht, wenn sie sich einige Tage ausruht und sich wirklich etwas für sich gönnt. Achte also wirklich ein wenig auf dich und wenn möglich leg dich mit deinem Kind zusammen ins Bett. Bei immer wiederkehrenden Stauungen hat es sich bewährt, wenn alle Fette die Du zu dir nimmst, durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag einen Esslöffel flüssiges Lecithin eingenommen wird. Die Einnahme von Vitamin C kann ebenfalls helfen. Ich hoffe, dass es bald besser wird. LLLiebe Grüße Biggi


Hashomy

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für die schnelle Antwort! Ich habe morgen einen Termin beim Hausarzt und werde ihn - wenn ich überhaupt dazu in der Lage bin, dort selbst hinzufahren, mit Baby und nachdem ich den Großen fertig gemacht und in die KiTa gebracht hab - gleich mal darauf ansprechen. Habe diesen Termin eigentlich "nur" zum Ausfüllen eines Antrags für eine Familienkur, die wir wirklich grade sehr gut gebrauchen können. Ansonsten werd ich noch mal Kontakt zur Hebamme aufnehmen, obwohl sie mir wahrscheinlich auch nichts Neues dazu sagen kann. Bettruhe, Quarkwickel,...lassen sich leider mit zwei kleinen Kindern nicht wirklich gut umsetzen. Werde auf jeden Fall Deine letzten Tipps noch probieren, davon hatte ich bisher auch noch nicht gehört. Bis bald, Ihr macht echt einen tollen Job!!!


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